Die fromme Wanderhure

Die fromme Wanderhure ist jener "Christ", dessen Loalität stets der Kadaver-Gemeinde dient, aber nie dem einzelnen Bruder. Sie gibt zwar vor Christ zu sein, sie ist im Grund aber nur eine Prostituierte der aktuellen Sekte. Sekte ist alles, wahre Freundschaft ist nichts. War die letzte Sekte noch die Größte und Geistlichste von allen, so ist sie im nächsten Moment schon wieder ein arme gottverdammte Gemeinschaft gewesen.

Das Denken der christliche Wanderhure dreht sich stets um seine Kadaver-Gemeinde. Ohne sie ist die Hure nichts. Mit ihr kann die Hure richtig aufgehen und aufblühen - sich in ihr profilieren. Darin bekommt die Hure Anerkennung:

Ein lautes Amen zu ihrem geistesmächtigen Gebet was die Grundfesten erschütterte, ein kopfnickendes Amen zu ihrer Geseir-Predigt, anerkennende Blicke und Mimiken des gesamten Hurenhauses ihr gegenüber. "Ach ist das nicht eine wahre Liebe unter uns Geschwistern."

Für die Sekte macht sich die Hure schön, wenngleich auch nur äußerlich. Innerlich ist Tod, Kot, Heuchelei, die Hölle selbst. Aber das spielt keine Rolle, der Rest des Hurenvereins ist ja ebenso eine ekelhafte Kloake. Das Sekten-Theater ist stets gut eingespielt. Die Droge Religion überspielt so manches. Schöne Lieder aus den Hurenmündern gesungen, stärken den gemeinschaftlichen Huren-Geist. Der ist zwar das Gegenteil vom Heiligen Geist - aber gleich - es geht nur ums geistliche herumhuren einer pseudo-christlichen Gemeinschaft, der absoluten Identifikation zur Huren-Sekte. Ein Hobby, ein Kananinchenverein - mehr muß es auch nicht sein. Spiel, Spaß und Unterhaltung - was will man als Hure auch mehr? 

Und freilich stimmt scheinbar auch "Gott" selbst diesem Treiben zu, weil nur wir verstehen sein Wort wie keine zweite Huren-Sekte. "Ach sind wir gesegnete des Herrn, haben wir nicht doch auch Wundertaten getan und geweissagt?"

In der Huren-Sekte können sich die Huren ganz vergessen und gehen unter "Gottes Segen" ganz im kloakischen Schlamm auf. Man wälzt sich wie Die Sau in ihrer Kotze - "Doch wie herrlich duftet dies; ein Wohlgeruch "Gottes" muß dies sein. Schaut an unsere Kleider, wie sind sie doch so rein, unbefleckt und ohne Sünden."

So bleibt sie also doch nur Babylon, Ägypten, Rom, das gefallene Jerusalem.

Es gibt ein Geschlecht, das seinen Vater verflucht und seine Mutter nicht segnet; ein Geschlecht, das rein ist in seinen eigenen Augen und doch von seinem Kot nicht gewaschen ist; ein Geschlecht mit was für hohen Augen und erhabenen Augenwimpern! Ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter und dessen Gebisse Messer sind, um die Elenden aus dem Land wegzufressen und die Armen aus der Mitte der Menschen.

Sprüche 30,11ff