Young Leaders Training

Kritische Anmerkungen zu: Young Leaders Training Basistraining 1

herausgegeben von:

bao Biblische Ausbildung am Ort

Wurmbstraße 34

1120 Wien

Östereich

Version 1.0 8/2003

Ohne groß auf den Inhalt eingehen zu wollen, ist dieser Kurs aber für wahrheitsliebende Christen nicht wirklich geeignet, da der Kurs leider einige Personen erwähnt, die u.a. falsche Lehren und unbiblische Methoden verbreiten. Ich frage mich, wie man gerade auf diese Personen kommt ? Nach einem Versehen sieht es mir irgendwie nicht aus.

Junge Christen stehen sogar in Gefahr schon von Beginn ihres Glaubenslebens an, durch diesen Kurs und die genannten Personen auf eine schiefe Bahn zu geraden. Ganz zu schweigen davon, wohin es für eine Gemeinde kommt, wenn aus diesen Kurs tatsächlich mal ein paar "Young Leaders" kommen und diese dann diverse Lehren und Methoden unten genannter multipizieren...

Galater 5, 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

Welche lehrmäßig zweifelhaften Personen sind in dem Kurs zu finden:

1. Roland Werner (Seite 5,11)

2. Bill Hybels im Artikel von Bo Boshers (Seite 43)

3. Bill Bright im Artikel von Nüesch (Seite 24)

4. C.S. Lewis im Artikel von Nüesch (Seite 22)

 

1. Roland Werner (Seite 5,11)

1.1

"Ich war naiv!

Im Rahmen von evangelistischen Angeboten beim Kirchentag war zu lesen, wie Roland Werner dort in Leipzig verkündigte. Es wurde ein Abendfestival organisiert. Mit von der Partie war eine Tanzgruppe. Die Marburger Tanzgruppe „Imago Dei“ deutet - zu modernen Rhythmen vor einem Kreuz tanzend - wegweisend nach oben“ (idea Spektrum 26/97). Ich meinte, es sollte ein Erschrecken bei den Evangelikalen darüber geben, dass man nun soweit ist, vor dem Kreuz herumzutanzen. Die heiligste Stätte der Christenheit, auch wenn nur symbolisch dargestellt, wo der Gottessohn ein schreckliches Ende erlitt, der Ort für Tanz und Herumspringen?

Sind wir wirklich schon so degeneriert? Nun müsste ein Aufschrei zu erwarten sein.

Fehlanzeige: Der Aufschrei blieb nicht nur aus, keine kritische Stimme regte sich. Ganz im Gegenteil, dies gilt heute als besonders progressiv und die Jugend ansprechend. Roland Werner und sein Team gelten als Speerspitze moderner Evangelisation, jedenfalls für eine postmoderne Generation. Es ist, wie einmal Dr. Huntemann konstatierte: „Diese Generation kann einen nüchternen Glaubenswandel nicht mehr ertragen. Sie braucht eine religiöse Sinnlichkeit bzw. sinnliche Religiosität“. Gerade dies wird ihr heute überreichlich angeboten, denn schließlich möchte man ja nicht als altmodisch gelten."

Quelle: Andreas Seibel von: http://www.horst-koch.de

1.2

"In der Brockhaus-Herbstvorschau 2005 wird die "Volxbibel" mit einer Empfehlung von Roland Werner und dem Slogan anpriesen: „ mutige und provozierende Sprache – Hoher Aufmerksamkeitswert in den Medien."

2. Bill Hybels im Artikel von Bo Boshers (Seite 43)

"Zum einen in der Verkündigung. Gregory Pritchard, der den Inhalt der Sucher-Gottesdienst-Predigten mit wissenschaftlicher Genauigkeit untersuchte, kam zu dem Ergebnis, daß Hybels ständig auf Theorien der Psychologie und des Wirtschafts-managements zurückgreift.10 Abgesehen davon knüpft er stark bei den Bedürfnissen des Menschen an. Das ist zunächst legitim. Aber Hybels steht damit in der Gefahr, ein „ämonistisches Evangelium“ zu verkündigen, d.h. eine Botschaft, die in erster Linie die Glückssehnsucht des Menschen stillen möchte. Hören wir, was Bill Hybels selbst dazu äußerte. Nach einer Sommerstudienpause kam er mit folgenden Gedanken zurück:

Ich war immer noch dabei, mich in der Segnung zu sonnen, die ich bei der Taufe von fast vierhundert Erwachsenen unserer Gemeinde am letzten Juni-Sonntag erlebt hatte. Aber dieses Sonnenbad endete abrupt, als ich mir die ernüchternde Frage stellte: „ möchte gerne wissen, wie viele dieser vierhundert gerade Getauften in acht Wochen, bei meiner Rückkehr immer noch Gott treu folgen, in ihm wachsen und für ihn Frucht bringen?“ Die ehrliche Antwort konnte ich mir nur schmerzlich eingestehen. Über den Zeitraum von dreizehn Jahren in dieser Gemeinde haben sich Tausende als auf das Steinige Gesäte erwiesen und als unter die Dornen Gesäte, deren Glaube verwelkte.11

Das sind ehrliche Worte von Bill Hybels. Ob sich die Inhalte seiner evangelistischen Verkündigung seit dieser Einsicht wesentlich verändert haben?12

Nach mehr als 15 Jahren Erfahrungen im Dienst der Evangelisation weiß ich um das schwierige Ringen, wieviel Wahrheiten der Nachfolge man einem noch nicht gläubigen Menschen zumuten soll. Eines ist klar. Die Komm-zu-Jesus-und-du-bist-glücklich-Botschaft ist ein verkürztes Evangelium. Wer nur solche Verkündigung hört, gelangt schwerlich zum echten Leben aus Gott. Ein Willow Creek-Mitarbeiter brachte es auf den Punkt: „ Haltung produziert Zahlen, aber keine Jünger!“

...

Dann sind Frauen offiziell als Älteste tätig.15 Frauen lehren in Veranstaltungen, bei denen Männer zugegen sind. Programmdirektorin Nancy Beach erzählt in einem Interview, wie es dazu kam. Die Ältesten der Gemeinde hätten Bücher und Kommentare gewälzt. Schließlich seien sie zu dem Ergebnis gekommen, daß Frauen lehren und leiten können.16 In dem selben Interview bestätigt Nancy Beach den in Willow Creek vorherrschenden Pragmatismus:

„ können ewig theoretisch diskutieren, letztendlich setzt sich das durch, was funktioniert.“

Diese und viele weitere ungenannte Beispiele zeigen, daß Willow Creek’s Pragmatismus im Ernstfall die Aussagen der Heiligen Schrift relativiert. Christus und die Apostel kannten die Philosophie des Pragmatismus nicht. Pragmatismus und Oberflächlichkeit gehen nämlich Hand in Hand.

...

Evangelisation mit weltlichen Mitteln

Eine weitere Frage muß an dieser Stelle erörtert werden. Ist es legitim, Menschen mit „“ Mitteln aus der „“ herauszurufen? Warum muß es Soft-Pop oder Rockmusik sein?22 Warum muß man die Leute mit Theaterstücken auf die Verkündigung vorbereiten? Warum muß die Predigt „ genug“ sein?

Die Frage muß gestattet sein, ob man auf diese Weise das Evangelium in die Welt bringt, oder die Welt in die Gemeinde. Ich weiß sehr wohl, daß solche Gedanken für viele Christen fremd geworden sind. Aber die Gemeinde ist Gottes heiliges Volk (1. Petr. 2,9). Lohfink nennt sie eine „“.23 Das Wort vom Kreuz zieht Grenzen zwischen Gemeinde und Welt. Diese dürfen nicht verwischt werden. Doch genau das tut der Pragmatismus.

Man kann auch außerhalb der Gemeinde evangelisieren, z.B. durch Bibelstudien, evangelistische Hausbibelkreise, Fachvorträge, etc. Wenn man die Leute erst dann in die Gemeindeveranstaltungen einlädt, nachdem sie bekehrt sind, lösen sich einige Probleme von selbst. Der „“ am Sonntag (oder wann auch immer) kann weiterhin seiner biblischen Bestimmung dienen. Zeitgemäße Musik, Theater, Pantomime, übertriebene visuelle Medien und weitere fragwürdige Elemente können auf diese Weise vor der Tür gelassen werden. Für dieses Modell möchte ich plädieren.

...

Im Buchladen der Gemeinde findet man eine große Auswahl an christlicher Literatur. Evangelistische Bücher und Veröffentlichungen der Willow Creek-Gemeinde sind zahlreich vertreten. Bei genauerem Hinsehen vermißt man allerdings Schriften zu den Themenkreisen Wachstum, tieferes Bibelverständnis und Heiligung fast völlig. Büchertische und Buchläden spiegeln in gewisser Weise das geistliche Leben einer Gemeinde wider. Warum kaum wertvolle Biographien? Warum fast keine vertiefende Lehre? Warum so wenig Heiligungsliteratur? Pritchard gibt folgende Antwort:

Themen, Bücher und Wissenschaften, die in dem Gesamtkonzept von Willow Creek nützlich sind, erreichen weite Verbreitung. Solche außerhalb des Gesamtkonzeptes werden abgelehnt.“28

Es ist mein aufrichtiger Eindruck, daß die Willow Creek-Gemeinde trotz vielem Vorbildlichen insgesamt gesehen zu oberflächlich aufgebaut ist. Allerdings erheben sich sofort die Fragen: Sind wir selbst tiefer gegründet? Sind unsere Gemeinden stärker befestigt? Gebe Gott, daß wir gemäß biblischer Prinzipien bauen!

 

3. Bill Bright im Artikel von Nüesch (Seite 24)

"Bill Bright und der Templeton Preis

Im Mai 1996 überreichte Prinz Philip in London diese hohe Auszeichnung dem Gründer und Leiter von "Campus für Christus", Bill Bright, der auch an EXPLO 97 gesprochen hat. (In diversen EXPLO-Publikationen fand man darüber einen Hinweis mit Foto). * Seine Dankesrede hielt Bright am nächsten Tag in der Marienkirche S.Maria in Trastevere in Rom vor höchsten Vertretern des Vatikans. Darin lobte er den Templeton-Preis, weil er die "spirituelle Dimension" im Leben unterstreiche. Im dortigen Kloster wurde er auch von Kardinal Cassidy geehrt ("fest und treu", Nr. 81, 1/98, CLV, S. 7+8; Schweizerische Kirchenzeitung Nr. 46/1997).

 

Ist aber die Verleihung dieses Preises und die Anerkennung durch römisch-katholische Würdenträger wirklich eine Ehre für einen wahren Nachfolger des Herrn Jesus Christus? (vgl. Mt 10,24+25; Lk 6,26; Joh 15,19)

Der Templeton Preis wurde 1972 von John Marks Templeton gestiftet, einem New-Age Anhänger und Pantheisten.

Nach seiner Ansicht muss die Menschheit, um zu einem vergeistigten Leben zu gelangen, aus den Grundlehren aller Religionen schöpfen: Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, etc, wie auch Christentum. Der Westen brauche dringend grosse Menschen, die neue Formen der Religion erfinden können Die nächste Stufe auf der Evolutionsleiter, die den Menschen zur Göttlichkeit führe, müsse durch spirituelle Genies für den Rest der Menschheit vorgebahnt werden. Den Templeton Preis stiftete er als Ermutigung für solchen Fortschritt der Religion.

Frühere Preisträger waren ein indischer Hindu-Guru, ein hoher japanischer Buddhist, ein Generalsekretär des islamischen Weltkongresses, ein Evolutionist, der Dalai Lama, Mutter Teresa, ein atheistischer Physiker, u.a.m.

Ob die Apostel einen Preis wie den von Templeton angenommen hätten? Lesen Sie dazu Gal 1,10b; Eph 5,11; 2.Kor 6,14-18; Jak 4,4; (u.a.m.)!

Als Vorbereitung auf EXPLO 97 wurde das Buch "Die kommende Erweckung" von Bill Bright als Sonderausgabe kostenlos verbreitet.

In diesem Buch schildert Bright treffend den geistlichen Zustand Amerikas (und auch Europas). Er sehnt sich nach einer Erneuerung des Landes. Damit redet er sicher den meisten Christen aus dem Herzen! Das Problem liegt darin, dass Bill Bright (wie so viele) glaubt, Gott rede heute noch ­ unabhängig von der Heiligen Schrift ­ direkt durch neue Offenbarungen, Visionen und "Eingebungen" zu den Menschen. (siehe S.18 und S.91; vgl. 2.Petr 1,19).

Bill Bright behauptet, der Geist habe ihm [während eines 40-tägigen Fastens] (vgl. Mt 6,16-18) eine Erweckung riesigen Ausmasses angekündigt:

"Amerika und weite Teile der Welt werden vor Ende des Jahres 2000 [vgl. Apg.1,7] eine grosse geistliche Erneuerung erleben! Und diese Erneuerung wird die grösste geistliche Ernte in der Kirchengeschichte hervorrufen " (S.18)

Gegen Ende seiner Fastenzeit allerdings "sprach der Heilige Geist in einem anderen Ton [!] zu mir. Es schien jetzt [!] so, als ob Gott sagen wollte, dass seine Verheissung an Bedingungen geknüpft sei" (S.19)

Aufgrund dieser "Eindrücke", fühlte Bill Bright sich geführt, um zwei Millionen Menschen zu beten, die 40 Tage lang fasten würden. Nur so könnte Gott die Erweckung ausbrechen lassen (S.21).

Später spürte Bright, wie Gott zu ihm sagte:

" Mein Volk hat eine der wichtigsten Übungen des christlichen Lebens vergessen, den Schlüssel für Erweckung." (S.22)

Als die Jünger Jesus fragten, welches "das Zeichen seiner Ankunft" sein werde, erwähnte er nichts von einer grossen Erweckung. Im Gegenteil, als erstes sagte er:

"Sehet zu, dass euch niemand verführe!" (Mt 24,4; Lk 21,8)

Dann warnte er vor vielen falschen Propheten, die viele verführen werden (Matth 24,5+11).

Die Bibel sagt für die Endzeit einen grossen Abfall vom Glauben und eine grosse Verführung voraus (2.Thess 2,3.9-11; 1.Tim 4,1; 2.Tim 3,1-5; 2.Petr 2,1-2; 1.Jo 4,1,).

In Brights Buch fehlt aber gerade jeder Hinweis auf die Gefahr einer falschen endzeitlichen Erweckung ­ einer Verführung durch falsche Lehren, Propheten und einer falschen, antichristlichen Einheit mit Rom (Offb. 17+18).

 

QUELLE: EXPLO 97 und - 2000 von Patrick Tschui

4. C.S. Lewis im Artikel von Nüesch (Seite 22)

Und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zuwenden

2 Tim 4, 4