Von einigen Toten

Von einigen Toten

Vor Kurzem dachte ich an einige Tote, die mir in meine bisherigen Leben "begegnet" sind. Der erste Tote, den ich allerdings nie gesehen hatte, war mein Opa. Der hatte sich erhängt. Das war damals bei den heidnischen Eltern nie ein Thema. Der Heide nimmt scheinbar in Unkenntnis der Biologie an, er würde ewig auf dieser Erde leben, was vielleicht auch erklärt, warum er sich oft Reichtümer und Betonbauten errichtet. Und stirbt doch einer - woran nie jemand gedacht hatte - ist das meist ein riesen Drama. Anders der Christ. Sterben ist ihm ein Gewinn, da er von dieser recht armseligen, sündigen, vergänglichen, verdorbenen, ..., Welt zum echten Leben in die Ewigkeit eintritt; dazu noch mit seinem Freund Jesus Christus auf Ewigkeit verbunden bleibt.
Es gab eine Oma die starb an Krebs wie ein anderer Opa der auch an Krebs gestorben ist.

Nähere Tote gab es in einem Dorf in dem ich einige Jahre gelebt hatte. Da erhängte sich unregelmäßig jemand - aber da hatte ich keinen größeren Bezug dazu. Das Dorf hatte wohl auch eine recht üble Nazi-Historie und war geistlich offensichtlich tot. Freilich rannten alle in die toten Kirchen. In dem Dorf machte ich bei einer Teestube mit und so kannte man ein paar Leute. Eines Tages klingelte unerwartet das Telefon und eine Rebekka frage unverblümt, ob ich mit ihr gehen wolle. In der Diesseitigkeit geht man freilich nicht nur mit jemanden wohin, sondern gefällt sich in der Hurerei. Geistlichgegenwärtig und die Frage schon verstehend fragte ich zurück: "Wohin"? Das Thema war damit jedenfalls erledigt. Mit der Zeit entwickelte sich jene zum rechten Flittchen, wie eigentlich fast alle dieser Weiber im Dorf. Wenn sie auch nichts können, herumhuren scheint  die geringste Übung zu sein. Eines Tages erfuhr man nur von einem Autounfall - sie tot der Beifahrer schwer verletzt. Ich meine sie war ca 18. Bevor sie tot war, wurde sie auch regelmäßig zur Teestube eingeladen. Der Beifahrer wiederum kam oft mal zur Teestube und hatte das Evangelium genug gehört und war irgendwie angefrommt und wurde schon als "Christ" gehandelt. Beim Beifahrer zeigte sich aber, daß er von seinem Elternhaus eher assimiliert wurde als sich des Glaubens wegen von jenen zu trennen. Hätte ich damals zu dem "gehen" ja gesagt, wäre ich vielleicht in dem Auto als Beifahrer gesessen und mit ihr direkt auf dem Highway to Hell gefahren.

Es gab auch einen Jörg - dieser hatte das Evangelium zur Genüge gehört. Ich meine das war ca. 3 Jahre nach dem Tod von der Rebekka. Ich denke mich zu erinnern, daß er sogar der häufigste Besucher überhaupt gewesen ist. Aber er hatte ständig Weibergeschichten und eine davon hatte ihn erledigt. Wegen der Trennung von ihm, hat er sich Zuhause erhängt. Er dürfte 17 gewesen sein. Bei der Beerdigung so wurde berichtet, weinte die Ex dann wie ein Schloßhund. Vergebens. Außer Christus kam noch nie jemand von den Toten zurück. Erst der Tod, dann das Gericht. Die Weichen der Ewigkeit werden im Diesseits unwiderruflich gestellt.
Dann gab es noch einen Cousin, den ich öfters bei Besuchen gesehen hatte. Wegen Weibergeschichten schoß er sich bei einem Bundeswehr-Einsatz im damaligen Jugoslawien selbst den Kopf weg.  

Von der letzten Toten wurde mir nur fragmentarisch berichtet; ich traf sie auch nie. Die Stieftochter meines irdischen Vaters aus 2. "Ehe" hatte sich im Alter von 16 samt ihrem Hund vom Zug totfahren lassen.

"Mein Sohn, achte auf meine Weisheit und neige dein Ohr meiner Belehrung zu, damit du Besonnenheit übst und deine Lippen Erkenntnis bewahren! Denn von Honig triefen die Lippen der Verführerin, und glatter als Öl ist ihr Gaumen, aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert. Ihre Füße steigen hinab zum Tod, ihre Schritte streben dem Totenreich zu. Den Pfad des Lebens erwägt sie nicht einmal; sie geht eine unsichere Bahn, die sie selbst nicht kennt." Sprüche 5,1-6

"Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast? So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!" Lukas 12,20

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Joh 5,24

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Zu diesen Toten gesellten/gesellen sich aber auch ein Unzahl an geistlich Toten. Viele Christensimulanten fallen freilich von nichts ab, da die meisten Religiösen nie Wiedergeboren waren. Inwieweit jemand wirklich abfällt oder nicht neu geboren wurde, kann man oft nicht genau sagen. Da auch die Werke simuliert werden. Bis zu einem gewissen Grad läßt sich meist ein frommes Dasein heucheln.

Würde die Schrift nicht vom großen Glaubensabfall in der Endzeit warnen, würde man sich wundern müssen, wie kraß hier der Abfall passiert. Damals gab es einige geistliche Weggefährten auf der Reise zum himmlischen Zion. Zu berichten wäre von einem Michael, Abischnitt von 1,x und eifrig bei der Jungschararbeit dabei. Geistlich war damals nichts einzuwenden. Doch sein Stolz hat ihn umgebracht. Er entschied sich Theologie auf der STH Basel (damals FETA) zu studieren. Griechisch wie Hebräisch konnte er schnell aus dem FF, irgendwie aber hat dieses Studium, obwohl wohl relativ "bibeltreu" seinen vormals gesunden Glauben ruiniert. Ich erinnere mich noch an Kontroversen mit dem Pfarrer, da er die katholische Sekte als Hure Babylon bezeichnete bzw. darüber eine Bibelarbeit machte. Das Ende von dieser Laufbahn war die Anstellung als Pfaffe an einer reformierten Schweizer Staatssekte. Dann gab es noch eine Adelgunde die damals noch gesund im Glauben war, später erfuhr man, daß sie in wilder Ehe bei jemanden zusammen wohnt. Ebenso zu erwähnen einen Manuel, Uwe wie Jürgen die in den Verstrickungen dieser Welt und ihres Elternhauses unter gingen. Der Uwe verblieb sogar als "Ältester" in einer evangelischen Staatssekte. Eine andere Rebecca wurde schnell von einer Frommen zum Dorf-Flittchen. Später konnte ich beobachten wie ganze Werke geistlich durch den Un-Geist des Humanismus, Pfingstlertums Sodom gleich zu Asche verfielen.

Kennt man die Bibel, so kennt man das Volk Israel und hat da sehr viele Parallelen zum Volk Gottes heute. Es ist nicht so, daß einem das unvorbereitet träfe. Und so lernt man daraus, daß bis zum Ende des eigenen Todes im Glauben geblieben werden muß. Der Kampf geht bis zum letzten Atemzug. Gott toleriert keine Sünde, keine Allianzen mit Irrlehrern, keine Duldung von sogenannten Gläubigen mit heilsgefährlichen/heilszerstörerischen Lehren/Irrlehren, kein "des Gute behaltet" von Bösen. Wer in dieser Zeit keine Liebe zur Wahrheit = Liebe zum Herrn Jesus hat, wird den Glaubenskampf verlieren bzw. bezeugt schon jetzt, daß er den Herrn Jesus gar nicht liebt.

Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben!  Mat 8,22

 

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