Der fromme Soziopath in der Gemeinde

Der fromme Soziopath in der Gemeinde

 

(Übersetzung aus dem Englischen, Quelle: 'Wicked Shephards', www.wickedshepherds.com)

"Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen; sie dringen ins Innerste des Leibes. Silberglasur über ein irdenes Gefäß gezogen, so sind feurige Lippen und ein böses Herz. Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, und in seinem Herzen nimmt er sich Betrügereien vor. Wenn er schöne Worte macht, so traue ihm nicht, denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen. Hüllt sich der Haß in Täuschung, so wird seine Bosheit doch offenbar in der Gemeinde. Wer [anderen] eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein [auf andere] wälzt, zu dem kehrt er zurück. Eine Lügenzunge haßt die von ihr Zermalmten, und ein glatter Mund richtet Verderben an." Sprüche 26,22ff

Es ist hart für einen Christen der Jesus von Herzen lieb hat, zu akzeptieren, daß ein freundlicher Leiter mit einem großen Wissen und Verständnis der Bibel - jener spricht voller Hingabe über den Herrn - von einem übel wollenden und bösen Herzen befangen ist. Dessen zerrüttete Gesinnung ist den meisten verborgen.
Ein aufrichtiger Gläubiger will grundsätzlich nicht den Leiter, Prediger, Pastor oder Lehrer unterschwelliger Unwahrheiten verdächtigen. Oder annehmen, daß jene(r) ein lügenhafter wie schmeichelnder Heuchler ist um damit naive Geschwister zu verführen - sie sogar haßt. Viele dieser Leiter ziehen es vor, daß andere sie fürchten, als daß sie geliebt würden.

Wie jede andere Institution oder Organisation bringt die sogenannte Gemeinde Leiter hervor die selbstsüchtig herrschen. Christen, besonders jene mit Problemen, sind ein gefundenes Opfer. Jene ordnen sich leichter unter. Sie wollen dem Leiter gefallen und damit ihre Gottesfürchtigkeit ausdrücken. Viele dieser Christen haben ein empfindliches Gewissen.

Gerechtigkeit wäre es, dem Leiter zu gehorchen, ungeachtet ob er es verdient oder nicht. In einem großen Unternehmen würden solche Mißbrauchs-Leiter es schwer haben davon kommen und dafür keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Aber in der Gemeinde kommen sie für sehr lange Zeit davon, da jene den Rednerpult mit einer starken Gruppe von Unterstützern zu schützen wissen.

Was gäbe es auch für eine Gruppe, die sich besser kontrollieren ließe wie die Gruppe stummer Schafe!

Die Person welche die Machtgier und die Kontrolle der Anderen besitzt, hat gelernt wie er agieren muß, gelernt wie er sich entsprechend auszudrücken hat und wie es gut zu schreiben ist. Ebenso ist er ein guter Redner. Er muß dafür nicht einmal ein echter Christ sein.

Jener geht stolz zum Rednerpult - dem wahrgenommenen Ort der Autorität als auch der Kontrolle über die Anderen. Mit schlauen wie falschen Lehren verführt er die Herzen der Einfachen, der Ahnungslosen.

Fromme Soziapathen verhalten sich zu wahren Christen wie Wölfe zu Schafen. Die Bibel warnt uns vor solchen Menschen. Die Wölfe kommen um die Herde zu trennen und zu zerstreuen. Der Apostel Paulus warnte die damaligen Christen Tag und Nacht unter Tränen davor, daß solche Wölfe aus ihrer Mitte hervorkommen; um die Wahrheit zu verfälschen und sie zu eigenen Nachfolgern abzurichten. Der Apostel Petrus warnte ebenso davor.

Es war keine Frage ob, sondern nur wann.

Gibt es eine bessere Tarnung für den Wolf, als Leiter der Gemeinde zu sein?! Das Schaf denkt, dieser Leiter ist da, um ihn zu beschützen auf ihn aufzupassen und ihn zu führen wie es ein guter Leiter tun sollte. Der Wolf weiß dies und vermittelt auch das Gefühl davon; er strahlt Liebe wie Sorge aus. Er heuchelt Demut um anderen helfen zu wollen. Er predigt mit Charisma. Die Verkleidung des Wolfes ist perfekt. Er ist ein falscher Hirte und Arbeiter um die Herde vom wahren Hirten abzubringen.

Der fromme Soziopath ist meist ein hochintelligenter Mensch, der mit Charme zu manipulieren versteht. Er rechtfertigt seine eigensüchtige Motivation: "Gott will das zum Wohl der Gemeinde" tun. Er erkennt die Rechte wie Meinungen anderer nicht an. Seine Motivation wird manchmal offenbar, wenn er sehr abfällig wie gehässig über andere redet. Wenn er mit diesem Spott durchkommt, hat er noch mehr Kontrolle.

Der fromme Soziopath genießt die Gelegenheiten, wenn er erniedrigen wie einschüchtern kann um damit seinen Nachfolgern Angst einzuflößen - vor ihm dem mächtige Leiter. Wenn ein Fehltritt durch seine Nachfolger öffentlich wird, ist es eine weitere Gelegenheit jene zu erniedrigen. Er verbirgt aber seine insgeheime Freude daran vor den anderen.

Der fromme Soziopath fühlt sich sich dazu berechtigt das so tun zu dürfen. Indem sie extrem begabt lügen können, glauben sie je nach Bedarf an ihre eigenen Lügen. Sie sind auch extrem raffiniert darin, schnelle wie überzeugend zu antworten, im Wissen, wen sie anlügen können und bei wem sie damit durchkommen. Seine Freunde sind alles Opportunisten die es gilt zu kontrollieren. Sie mögen eine jahrelange Freundschaft haben, aber diese wird geopfert da der fromme Soziopath nicht wirklich andere liebt. Seine Liebe, Freundlichkeit wie Barmherzigkeit sind gut vorgetäuscht. Eigentlich haßt er nur. Es gibt kein Erbarmen für jene die gestrauchelt oder durch jene Leiter zermürbt wurden. Sie haben keinerlei Empathie, dafür aber Verachtung und Hohn für andere und gegenüber Gott. Die Sympathie ist reine Heuchelei.

Der fromme Soziopath hat die totale Kontrolle über seine Gruppe. Er legt sehr schnell eine sehr dominante Leiterschaft an den Tag, seine Autorität darf nicht herausgefordert oder hinterfragt werden, so wie auch Gott nicht herausgefordert wie hinterfragt werden darf. Er kommt mit der Zeit zu der Überzeugung daß niemand so viel wissen kann wie er selbst. Seine Nachfolger haben einfach zu gehorchen. Er setzt den Gehorsam der Gruppe voraus. Es gibt kein menschliche Achtung für das Leben der anderen, deren Vorstellungen und deren Beziehungen. Er ist gleichgültig in Bezug auf den Schaden, den andere haben; und nach Bedarf beschuldigt er die Opfer für das Gemetzel was jener - der fromme Psychopath - selbst verursacht hat.

Der fromme Soziopath predigt und glaubt, daß der Heilige Geist nur ihn benutzt, ebenso könne der Heilige Geist in der Praxis nicht andere belehren. Allein der fromme Soziopath hat die Befähigung zu lehren; alle anderen müssen über ihn gehen. Er spielt mit Täuschungen und kennt sich mit psychologischen Manipulationen aus.

Der fromme Soziopath ist im Innern verunsichert und hat selbst tiefe Ängste. Er ist hoch intelligent und stellt sein diktatorisch anmutendes Verhalten dergestalt dar, daß er dadurch bewundert wird. Wird er einmal dabei erwischt, so weicht er mit diffusen Erklärungen aus.

Der fromme Soziopath gibt sich die größte Mühe normal zu erscheinen. Die Mittel dazu sind Beredtheit, Charme und ein entwaffnendes Charisma. Sein wahrer Antrieb sind viele Greul in seinem Herzen: Stolz, eine lügende Zunge, Hände die unschuldiges Blut vergießen, ein verlogenes Zeugnis, eine spalterische Gesinnung. Er wird jene die ihm widersprechen mit dem beschuldigen, was eigentlich er schuldig ist um selbst nicht angreifbar zu sein. Seine Verkleidung als Schaf ist die beste Tarnung.

Der fromme Soziopath will jede Kleinigkeit aus dem Leben seiner Opfer zur eigenen Befriedigung kontrollieren. Dies wird er mit langen Reden zu verbergen versuchen, er wird die Bibel mit selbst erdachten Auslegungen aber auch Wahrheiten heranziehen um seine eigentliche Motivation zu verschleiern. Durch ein Gebräu aus Halbwahrheiten und Lügen erschleicht er sich das Vertrauen aufrichtiger Geschwister, die "ebenso" an die Bibel glauben. Langsam und behutsam führt er sie in seine eigenen Irrlehren ein.

Der fromme Soziopath begehrt die Bewunderung und Bestätigung der anderen; auch wenn er das Gegenteil davon sagt, gleichzeitig haßt er aber jene, die er kontrolliert. Ihr Antrieb ist eine unkeusche Lust Menschen kontrollieren zu können. Je mehr Naivlinge er als Opfer bekommt, umso besser. Siehe auch Sprüche 26

 

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