Kampf oder Tod - Eph 6

Wer nicht kämpft ist noch tot (ein Heide) oder wird getötet werden und ein Abgefallener mit dem Ziel der Hölle. Als Heiliger hat man unsichtbare Feinde. Diese werden nicht müde zu kämpfen, diese brauchen weder Schlaf noch Nahrung noch haben diese erbsündliche Schwächen wie wir. Wenn wir nicht kämpfen, dann wird der Feind uns umbringen. Der kennt weder Gnade noch erbarmen, sondern mordet ohne Rücksicht groß, klein, arm, reich, Mann, Frau dahin. Wenn er kann, so wird er verletzen, verführen, blenden, belügen, scheinfromm, engelsgleich sein Werk tut. Bis er letztlich in Ewigkeit in den Feuersee kommen wird.

Als wichtigen Schluß fügt Paulus im letzten Kapitel an die Epheser ab Vers zehn geistlich lebensrettende Maßnahmen, die keine Option, sondern Pflicht sind! Jeder Heilige hat die Pflicht zu kämpfen. Die Grundlage, überhaupt des Kampfes fähig zu sein, gründet sich auf dem Blut Jesu und der Möglichkeit daraus, unseren Geist, Seele und Leib heiligen zu können.

Einschub: agon scheint das Wort zu sein, welches für Kampf im Griechischen steht. Es kommt vor in: Phil 1,30; Kol 2,1; 1.Thes. 2,2; 1. Tim 6,12; 2. Tim 4,7, Hebr 12,1 - Strongs Nr 73. Schaut man sich Interesse halber die Strongs Nr 74 an (Strongs = ein Nummerierungssystem griechischer Bibel-Wörter für Unsprachliche wie mich) stößt man auf agonia. Dieses kommt nur 1 x vor. Und zwar in Lukas 22,44:

"Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen."

Agonia meint hier den realen Todeskampf den Jesus geführt hatte. Ein Lexikon meint zu dem Umstand, daß Schweiß sich mit Blut vermischt:

"Hämhidrose ...bezeichnet die Ausscheidung von Blut oder Blutpigment im Schweiß...selten auch im Falle großer individuell empfundener Angst (z. B. Todesangst) durch das mit der hohen inneren und äußeren Anspannung verbundene Platzen von Hautäderchen und dem Abfließen des austretenden Blutes über die Poren (zusammen mit dem Angstschweiß) auftreten."

Unser Meister hatte also innerlich einen furchtbaren Kampf gehabt, was da wohl kommen möge ...

Unser Kämpfen ist mit diesem, jedenfalls den griechischen Wörtern nach, verwandt. Freilich werden wir niemals das leiden müßen bzw. können, was der Herr Jesus äußerlich wie innerlich hat erleiden müssen.

Einschub Ende.

Wichtig ist zu wissen, daß man ÜBERHAUPT einmal kämpfen MUß.

Paulus zeichnet uns einen Soldaten in Eph 6 vor Augen. Vielleicht hatte er einen damaligen römischen Soldaten im Sinn gehabt. Interessant finde ich, daß der existenzielle geistliche Kampf kein Gemeinde-Kampf, sondern eine Einzelkampf ist. Sonst hätte Paulus in Eph 6, das Bild der römischen Kriegstaktik der Schildkrötenformation erwähnt. Der geistliche Kampf auf Leben und Tod ist aber in allererster Kriegs-Linie ein Einzelkampf - aber mit göttlichen Waffen.

Stell' Dir vor es ist Krieg und kein Christ merkt's.

Ist doch alles friedlich hier. Demokratie. Kinder gehen brav zur Schule. Der Chor singt schöne Lieder. Lange Röcke, Kopftücher, Gemeinde-Zirkus, "Gebets"-Abende, eigenes Haus, Spendenquittung, 10. per Dauerauftrag, u.s.w.

Das Problem ist, wir sind blind. "Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm doch die Augen, damit er sieht! Da öffnete der HERR dem Knecht die Augen, so dass er sah. Und siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Streitwagen rings um Elisa her. 2. Könige 6,17"

In Eph 6,11 steht: "gegen die listigen Vorgehensweisen" bzw. "listigen Kunstgriffen" bzw. Methoden. Der Satan ist freilich X mal klüger und intelligenter als wir alle zusammen. Uns gibt es ca. 20 - 80 Jahre auf der Erde. Davon waren wir einen Bruchteil überhaupt geistlich zu nennen. Der Satan wandelt schon 6000 Jahre über die Erde und kennt den Menschen in-und auswendig. Er plant seine Angriffe wie im Schachspiel und überdenkt seine Züge geschickt und listig. Satan kennt 10 Züge im Voraus, wir mit unserem bisschen Erbsünden-Verstand 3 Züge. Oder wir meinen die Züge zu kennen, was aber nur eine List ist. Menschlich haben wir gegen ihn keine Chance. Hier muß, und ich meine es ist die wichtigste Abwehr, der Schild des Glaubens her. Dieser schreitet voran, egal was kommt. Ein Berg - der muß sich ins Meer stürzen. Ein Meer - das muß sich teilen. Feurige Pfeile - keine Flucht, sondern man wehrt diese standhaft ab. Wer flieht, denn trifft es in den Rücken.

Wo ist der Feind ? Menschen sind nicht unsere Feinde (wenn das mir persönlich eher lieber wäre). Diese sind oft Medium des Teufels und seine Puppen. Unsere Feinde sind:

- Herrschaften bzw. Erstrangigen - die Gewalten bzw. Autoritäten - Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit - geistliche Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen bzw. geistliche Wesen der Bosheit in den himmlischen Regionen

Kurzum: Satan und seine gefallenen Engel. Die ausführliche Beschreibung unserer Feinde verdeutlicht, deren Macht und Stellung in dieser Welt und sogar noch in himmlische Bereiche. Ich denke die Beschreibung ist deshalb so deutlich, daß uns bewußt wird, daß es Not ist zu kämpfen. Daß unsere Gegner tödliche Waffen haben.

Satan hat verschiedene Taktiken. Oft geht es zu wie bei Hiob, daß in kurzer Zeit die schlimmsten Dinge passieren. Einen Gegner bringt man effektiver mit einem gleichzeitigen Krieg auf verschiedenen Fronten um, als daß man seine Waffen nacheinander abfeuert. So kommen Angriffe oft auch in geballter Form, bzw. versucht Satan vorab den Boden für einen effektiven Einschlag der Angriffe vorzubereiten; freilich so, daß wir es per menschlicher Weisheit nicht bemerken - aber mit göttlicher. Hiob ist ein sehr sehr gutes Vorbild. Nachdem die ganzen Katastrophen passiert, darunter auch der Tod seiner eigenen Kinder tat Hiob:

"Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt; und er warf sich auf die Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen; nackt werde ich wieder dahingehen. Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen; der Name des HERRN sei gelobt! Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott." Was würden wir wohl tun ?

Im Krieg muß der Soldat dauerhaft gerüstet sein. Weil - der Feind kann immer zuschlagen. Man weiß den Zeitpunkt nicht. Im Zustand der Alarmbereitschaft muß man freilich sich geistlich rüsten und stärken. Kommt der Kampf und muß man dann noch lange Helm, Schwert u.s.w suchen - ist man bereits geschlagen. Der Soldat geht zivil immer noch seinem normalem Geschäft nach und muß sich dabei nun nicht hysterisieren, sondern eben bereit sein, wenn nötig.

Hier im Westen scheint die Kampf Satans primär "gedanklicher Art" und fleischlicher Natur zu sein. Wir als dumm gebildete Westler bilden für allerlei Lehr-Unsinn (Hauptsache es klingt dem Gehirn bisschen logisch) eine große Angriffsfläche. Vor allem das durch staatliche Institutionen gelehrte Links-Rechts, Pro-Contra, These-Antithese (Dialektik (Hegel)) Denkmuster wird den meisten wahrscheinlich durch KiTa, KiGa, Grundschule, Berufschule, weiterführenden Schulen, Kindergottesdienst u.s.w. eingehämmert worden sein. Ist aber nichts weiter als primitive westliche Logik und hat nichts mit göttlicher Weisheit zu tun, die nicht zuerst über das Gehirn kommt, sondern über den in uns wohnenden heiligen Geist. Die weltliche Denkweise will anti-christlich die Weisheit Gottes ersetzen. Der wahre geistliche Kämpfer kämpft durch den heiligen Geist geleitet auch mit geschlossenen Augen. Das Gehirn ist hier nicht ausgeschlossen, es steht aber an 2. Stelle. Die Gehirnstrukturen die Institutionen dauerhaft geschädigt haben, müssen erst einmal über Jahr und Jahrzehnte göttlicher Weisheit gemäß wieder geheilt werden.

Die Infiltration der Gedanken mit Lehren der Dämonen (Darbysmus, Calvinismus, Pseudo-Bibeltreue, Allversöhner, AT-Gebotehalter, Gemeinde/Sekten-Unwesen, Menschengebote,...) ist also ein gefährliches Gebiet. Lieber glaubt man keinem Menschen etwas (Jer 9), legt sich in Lehren nur sehr langsam fest, als schnell dauerhaft falsches einem Guru nachzuplappern - weil man selbst zu faul ist es zu prüfen oder meint, gleich alles jetzt und gestern wissen zu müssen.

"Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden." 1. Tim 4,1 Dämonen erfinden also aktiv falsche pseudo-biblische Lehren. Sie entwerfen diese gezielt zur Zerstörung des Glaubens, wie auch immer diese geartet sein mögen. Jedenfalls sind sie zerstörerisch in der Anwendung und im Glauben an diese Dämonen-Lehren. In unserem Fall werden die Dämonen in etwa so die Bibel zitieren, wie es Satan bei der Versuchung Jesus tat. Es klingt eigentlich gut, es sind biblische Zitate, nur dämonisch verdreht. Gegenwehr: Bibel lesen. Zusammenhänge erkennen, schauen was sagt sie und was sagt sie NICHT, keine erfinderischen Ableitungen (Hegel-Denkerei, Philosophie, Mathematische Logik) konstruieren, die die Bibel nicht 100% selbst so als Fakt präsentiert. Wir sind Menschen, wir sind dumm. Die Bibel hat auch nicht den Zweck, daß sie andauernd studiert wird, sondern, daß die Lehren zur ANWENDUNG kommen. Wenn man ein Auto hat fährt man damit und spricht nicht die ganze Zeit nur darüber.

Kampf AUCH gegen das FLEISCH: Wenn das Fleisch nicht abstirbt - langsam aber sicher, so wird man immer schnell von anderen Menschen (Medien des Teufels) zur Sünde verführt werden können. Das Fleisch ist eine elendiges Ding und wartet nur die ganze Zeit darauf, gefüttert zu werden damit es sich wie ein Schwein auslassen kann. Ich meine hier vor allem Schweinereien auf dem Gebiet der Worte, Neid, Zänkerei, Hochmut, Geiz, List, böses Auge, Überheblichkeit, Falsch-Demut, Heuchelei, Ehre, Weltsinn, u.s.w. Ohne ein absterbendes Fleisch ist man ebenso leichtes Opfer des Teufels auf allen (un)möglichen Gebieten hier auf der fleischlichen Erde.

Wie so oft hat uns Gott ALLES gegen um zu überwinden: "Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1. Joh 5,4" Siehe auch Eph 6

Im Reich Gottes kann es keine Kriegsdienstverweigerer geben.

So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr halsstarrig.   5. Mo 10,16