9  Klare Unterweisung aus des Herrn Wort von der geistlichen Auferstehung und neuen oder himmlischen Geburt

Die Schrift unterweist uns bezüglich zweier Auferstehungen: nämlich die leibliche Auferstehung von den Toten am Jüngsten Tage und der geistlichen Auferstehung aus dem Tode der Sünden zu einem neuen Leben des Gemüts.

Dass nun der Mensch in geistlicher Hinsicht der Sünde sterben soll, begraben werden, auferstehen und der Gerechtigkeit Gottes leben, lehrt die Schrift deutlich an vielen Stellen.

Paulus ermahnt so und spricht:

»So legt nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbte; erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist, in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit.« (Eph 4,22–24)

»Zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus, und zieht den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis, nach dem Ebenbilde dessen, der ihn geschaffen hat.« (Kol 3,9–10)

»Tötet eure irdischen Glieder,« etc. Ehe nun eine Auferstehung von den Toten erfolgen kann, muss der Tod des Leibes stattfinden und dem Tode müssen Krankheit, Pein und Trübsal vorhergehen, welche natürlich dazu beitragen, den Tod dem Fleisch noch schwerer und bitterer zu machen; so kann auch niemand geistlich vom Tode der Sünden auferstehen, es sei denn dass er den sündlichen Leib getötet und begraben habe; dass er geistig Pein, Schmerzen und die Last der Sünden gefühlt habe, nämlich Reue, Gewissensbisse, Leid und Trübsal um der Sünde willen, wie die Schrift Zeugnis gibt. David sagt:

»Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm; denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich; es ist nichts Gesundes an meinem Leib vor deinem Dräuen, und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde, denn meine Sünden gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit. Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig. Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe. Es ist mit mir gar anders, und bin sehr zerstoßen; ich heule vor Unruhe meines Herzens. Herr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.« (Ps 38,2–11)

»Seid elend und tragt Leid und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit!« (Jak 4,9)

spricht Jakobus, und Paulus:

»Ihr seid göttlich betrübt worden, denn die göttliche Traurigkeit wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereut; die Traurigkeit aber der Welt wirkt den Tod; siehe, dasselbige, dass ihr göttlich seid betrübt worden, welchen Fleiß hat es in euch gewirkt, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rache.« (2Kor 7,9–11)

Seht, so müssen wir mit Christus den Sünden sterben, wollen wir mit ihm lebendig gemacht werden; denn niemand mag sich mit Christus erfreuen, ohne zuerst mit ihm gelitten zu haben; denn (sagt Paulus):

»Das ist ja gewisslich war: Sterben wir mit, so werden wir mitleben; dulden wir, so werden wir mitherrschen.« (2Tim 2,11–12)

Diese Auferstehung schließt in sich die neue Schöpfung, geistliche Geburt und die Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen kann; das bezeugt uns Paulus mit kurzen Worten, indem er sagt:

»In Christo gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur.« (Gal 6,15)

»Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.« (2Kor 5,17)

Und dies ist die erste Auferstehung; denn

»wenn wir samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode (nämlich durch Tötung der sündlichen Art und Natur des irdischen Adams, mit allen seinen Gliedern oder bösen Lüsten), so werden wir auch der Auferstehung gleich sein.« (Röm 6,5)

und wissen, dass unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf dass der sündliche Leib feire; und werden den rechten Sabbat in Christus halten, indem wir den sündlichen Leib im Fleisch ablegen, der beschnitten ist mit der Beschneidung Christi, die ohne Hände geschieht und begraben durch die Taufe, in welcher wir auch durch den Glauben, den Gott wirkt, mit ihm auferstanden sind; wir lassen von allen Werken des Fleisches ab; werden von dem Geist geleitet; bringen die Früchte des Geistes hervor und dienen ferner nicht mehr der Sünde; genug, dass wir unser vergangenes Leben nach der Heiden Weise verbracht haben, da wir in Eitelkeit, Wollust, Trunkenheit und unmäßigem Essen und Trinken und in gräulicher Abgötterei unser Vergnügen fanden; und lasst uns den Rest unserer Tage nicht nach der Menschen Lust leben, sondern nach dem Willen Gottes, damit wir mit Paulus sagen können:

»Ich bin mit Christo gekreuzigt; lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir; denn dass ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat, und sich selbst für mich dargegeben.« (Gal 2,20)

Denn

»er ist darum für sie alle gestorben, auf dass die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.« (2Kor 5,15)

Um ein richtiges Verständnis von dieser Auferstehung und Wiedergeburt zu erlangen, dürfen wir nicht übersehen, dass alle Geschöpfe, je nach ihrer Art und Gattung, zeugen und gebären, und darum hat eine jede Kreatur Teil an denselben Eigenschaften, Neigungen und derselben Sinnesart, welche an ihren Erzeugern bemerkbar sind, wie Christus spricht:

»Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch – und wird nicht das ewige Leben schauen – was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist – Leben und Friede, welches das ewige Leben ist –« (Joh 3,6)

Was nun von dem Fleisch, aus der Erde, durch vergänglichen Samen geboren ist, ist fleischlich gesinnt, das ist irdisch, und redet von dem Irdischen; ist begierig nach irdischen und vergänglichen Dingen, seine Gedanken, sein ganzes Dichten und Trachten, ja, all sein Verlangen, Mühen und Streben ist nach irdischen, zeitlichen oder sichtbaren Dingen, welche mit denen gleiche Art und Natur haben, aus welchen es selbst geboren oder hervorgekommen ist. Was von Fleisch und Blut geboren ist, das ist Fleisch und Blut, und auch fleischlich gesinnt;

»aber fleischlich gesinnt sein, ist eine Feindschaft wider Gott, darum dass es dem Gesetz Gottes nicht untertan ist, denn es vermag es auch nicht.« (Röm 8,7)

Darum, die da fleischlich gesinnt sind, können Gott nicht gefallen; denn solche sind ganz taub, blind und unverständig in göttlichen Sachen. Ein fleischlicher Mensch kann und mag von göttlichen Dingen nichts begreifen, noch verstehen, da er von Natur in denselben keine Unterscheidungsgabe hat; seine Gesinnung ist im Gegenteil gottlos und widerspenstig und himmlischen Sachen abgeneigt. Ein fleischlicher Mensch kann geistliche Dinge nicht verstehen, denn er ist von Natur ein Kind des Teufels und nicht von göttlicher Art, sein Begriff und Verstand erstreckt sich deshalb auch nicht auf Göttliches; er ist seit seiner Geburt von Gott entfremdet und hat nichts von der Eigenschaft oder Art Gottes in sich, hat auch keine Gemeinschaft mit Gott, sondern steht vielmehr Gott feindlich gegenüber; er ist unbarmherzig, ungerecht, unrein, unfriedsam, ungeduldig, unverständig und unselig. So sind alle Menschen nach ihrer ersten Geburt und Herkunft nach dem Fleisch. Dieses ist der erste oder alte Adam und wird in der Schrift mit einem Wort begriffen, als ungöttlich oder gottlos, d. h. der ohne Gott ist, fern und fremd von der Art und Natur Gottes.

Dieses ist die Eigenschaft des irdischen und teuflischen Samens; denn wie der Samen ist, so ist die Frucht,

»denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.« (Gal 6,7)

»Wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch das Verderben ernten,« und dem Tod Frucht bringen, allezeit sündigen, wie sein Vater, von dem und dessen Samen er geboren ist; denn er ist ein Vater der Lügen, hat von Anfang an gesündigt und ist nicht geblieben in der Wahrheit. Wer nun sündigt, der ist vom Teufel, denn die Sünde ist nicht von Gott, sondern von dem Teufel und wer sündigt, der hat Gott nicht gesehen noch erkannt; wir wissen aber dass der Sohn Gottes dazu offenbart und erschienen ist, dass er die Sünde hinwegnehmen sollte, die Werke des Teufels zerstören und durch seinen Tod die Macht nehmen sollte, dem der des Todes Gewalt hat, das ist dem Teufel, und dass er erlösen sollte diejenigen, die durch Furcht des Todes all ihr Leben lang zur Knechtschaft oder Dienstbarkeit gezwungen waren. Denn durch einesMenschen Sünde ist der Tod gekommen über alle Menschen. Wer Sünde tut, der ist ein Knecht der Sünde und vollbringt desjenigen Willen und Werk, dem er dient und dessen Geist ihn treibt; denn ein jeglicher ist desjenigen Knecht, dem er dient oder gehorsam ist, es sei der Sünde zum Tod oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit; denn wer Unrecht tut, der wird empfangen nach seinen Werken. Zu diesen spricht Paulus das zuvor erwähnte Wort, ermahnt sie, dass sie vom Schlaf und Tod der Sünden aufwachen und aufstehen sollen, auf dass der andere Tod keine Macht über sie habe, indem er sagt:

»Wache auf der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten.« (Eph 5,14)

Dahingegen sind alle diejenigen, die von oben aus Gott durch das lebendige Wort geboren und erneuert werden, von einer Art, Gesinnung, von einem Wesen und einem Gemüt und einer Neigung zum Guten, gleich demjenigen von dem sie geboren oder gezeugt sind. Was nun die Art und Natur Gottes und Christi ist, das können wir leicht durch Anweisung der Schrift erkennen; denn Christus hat sich selber in seinem Wort getreu abgebildet, nämlich in seinem menschlichen Wandel, darin er will, dass wir ihn begreifen, erkennen, ihm nachfolgen und gleichförmig sein sollen; nicht nach dem Wesen seiner Gottheit, denn er ist das rechte Bild des unsichtbaren Gottes, ein Wiederschein seiner Herrlichkeit und ein Ebenbild seines Wesens, der da wohnt in einem Licht zu dem niemand kommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat, noch sehen kann; sondern nach seinem Leben und Wandel hier auf Erden, der uns vorliegt in seinen Worten und Werken und ein Beispiel und Vorbild ist, dem wir nachzufolgen und gleich zu werden suchen sollen, auf dass wir Teilhaber seines Wesens im Geiste werden mögen. Die Schrift stellt uns überall Christus dar als demütig, sanftmütig, barmherzig, gerecht, heilig, weise, geistlich, langmütig und geduldig, friedsam, liebevoll, gehorsam und allein gut, ja, die Vollkommenheit aller Dinge, denn in ihm ist ein aufrichtiges Wesen. Seht, dies ist das Bild Gottes oder Christi, wie es der Geist sieht und welches wir stets vor Augen haben sollten, bis wir demselben von Natur gleich werden und es in unserem Wandel ausdrücken. So sind alle wiedergeborenen Kinder Gottes gesinnt, denn sie bilden einen Teil der Natur dessen, von dem sie gezeugt wurden; und werden, gleich den andern, in einem Wort begriffen, nämlich: göttliche oder gottselige Menschen. Dieselben haben Gemeinschaft mit Gott, sind von einerlei Eigenschaft, Art oder Gestalt und haben das Bild Gottes in ihren Herzen, wie dies die Schrift des alten sowohl als neuen Testaments vielfach bezeugt, namentlich aber im Brief des Paulus an die Kolosser, wo er sagt:

»Zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus; und zieht den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;« (Kol 3,9–10)

»So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch einander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr; über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr berufen seid in einem Leibe, und seid dankbar.« (Kol 3,12–15)

»Meine lieben Kinder, welche ich abermals mit Ängsten gebäre, bis dass Christus in euch Gestalt gewinne.« (Gal 4,19)

»Ein jeglicher sei gesinnt, wie Christus auch war!« (Phil 2,5)

Denn Christus ist das Ebenbild Gottes, dem wir gleich werden müssen.

»Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, dass sie gleich sein sollten dem Ebenbild seines Sohnes.« (Röm 8,29)

Die nun dem Bilde Christi gleich geworden sind, das sind die rechten, wiedergeborenen Kinder Gottes und haben den alten Menschen ausgezogen und den neuen wieder angetan, der nach Gott geschaffen ist, in aufrichtiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Diese, wenn sie nun dem Bild Gottes gleich geworden und von Gott geboren sind, auch in Gott verbleiben, sündigen nicht; denn der Same Gottes bleibt in ihnen und sie haben die Welt überwunden, sind der Welt gekreuzigt und die Welt ihnen, haben ihr Fleisch getötet und den sündlichen Leib mit Christus in der Taufe begraben, mit allen Lüsten und Begierden und dienen nicht mehr der Sünde zur Ungerechtigkeit, sondern vielmehr der Gerechtigkeit zur Heiligung; denn sie haben Christus Jesus angezogen und sind gereinigt durch den heiligen Geist in ihrem Gewissen und den toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen; sie bringen durch den Geist die Früchte des Geistes hervor, deren Ende das ewige Leben ist. Denn da sie, wie oben bemerkt, dem Teufel, dem Fleisch und der Welt abgesagt und den Dienst der Sünde verlassen haben, so sind sie, wie David, als treue Diener Gottes eingetreten und haben sich freiwillig Gott verbunden um die restlichen Tage ihres Lebens nach seinem gesegneten Willen zu leben. Auf der anderen Seite wiederum, hat der Teufel mit seinem Anhang, der Welt und dem Fleisch, von großem Neid getrieben, einen Krieg gegen sie begonnen und sind ihre Todfeinde geworden. In gleichem Maße sind die Wiedergeborenen Feinde der Sünde und des Teufels geworden und sind mit ihrem Fürsten des Lebens und Glaubens, unter dem Panier des roten Kreuzes, wider alle ihre Feinde zu Felde gezogen, angetan mit den Waffen Gottes, umgeben von den Engeln des Herrn, halten sie stets Wacht mit großer Sorgfalt, auf dass sie nicht von ihren Feinden überwunden werden, die nicht schlafen, sondern wie brüllende Löwen umher gehen und suchen, welchen sie verschlingen können; und ob sie schon bisweilen von ihren Feinden übereilt und verwundet werden, so leiden sie dennoch an ihren Seelen keinen Schaden; und diese Verwundung ist ihnen nicht zum Tode; denn sie haben die Salbung Gottes, der wahre Samariter, der rechte Arzt ist bei ihnen, der ihre Wunden verbindet und heilt, denn er hat Mitleid mit unserer Schwäche und Krankheit. Durch seine Striemen und Wunden sind wir genesen. Sie werden auch nicht dergestalt überwunden, dass sie ihre Waffen von sich werfen und sich gefangen geben, um wiederum der Sünde Knecht zu sein und von ihr beherrscht zu werden; sondern vom Herrn neu gestärkt und in der Macht seiner Stärke, beharren sie ritterlich im Streit, bis dass sie durch ihn, in dem sie alles vermögen, ihre Feinde sämtlich herrlich überwunden haben und zu denselben sagen können:

»O Tod, wo ist dein Stachel? O Totenreich, wo ist dein Sieg?« (1Kor 15,55)

Auch können sie mit Paulus sprechen: »Gelobt sei Gott, der uns den Sieg verliehen hat durch unsern Herrn Jesus Christus.« Jeremia spricht: »Der Herr ist bei mir wie ein starker Held; darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen.« Und David: »Gelobt sei der Herr, mein Hort, der meine Hände lehret streiten und meine Fäuste kriegen.«

»Gelobt sei der Herr, dass er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zähne. Unsere Seele ist entronnen, wie ein Vogel dem Strick des Voglers, der Strick ist zerrissen, und wir sind los …« (Ps 124,6–7)

…von unseren Feinden und aus der Hand derer, die uns hassen. Der Herr ist ein Vergelter derer die ihn suchen, lieben und dienen, gleichwie geschrieben steht:

»Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir.« (Offb 22,12)

Ja, sein Lohn und die Gabe Gottes ist das ewige Leben, durch Jesus Christus unseren Herrn. Denn wenn ihr dem Herrn Jesus Christus dient, werdet ihr vom Herrn empfangen den Lohn des Erbes, die Krone des Lebens, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.

Es ist schon vorhin gesagt worden, dass ein jedes Geschöpf die Art und Natur dessen annimmt, aus dem es geboren wurde; daher wollen wir nun einige Worte sprechen mit Bezug auf die Art, Eigenschaft und Wirkung des Samens des göttlichen Wortes, durch welches wir nach dem Bilde Gottes erzeugt wurden; denn wo dieser Same auf guten Boden, in die Herzen der Menschen gesät wird, da wächst er und bringt seinesgleichen in Natur und Eigenschaften hervor; er verändert und erneuert den ganzen Menschen vom fleischlichen Zustand in den geistlichen; vom irdischen in den himmlischen; verwandelt den Tod in das Leben, den Unglauben in den Glauben und macht den Menschen selig; denn durch diesen Samen werden gesegnet alle Geschlechter auf Erden. Jakobus sagt:

»Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit; und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist, welches kann eure Seelen selig machen.« (Jak 1,21)

Auch ist es die reine, unverfälschte Milch, womit die jungen und neugebornen Kinder Gottes gesäugt und aufgezogen werden, bis dass sie heranwachsen zu dem vollkommenen Alter in Christus (1Pt 2,2); es ist ebenfalls eine starke Speise für die Vollkommenen und Alten in Christus Jesus. In Kürze, dieser Same des göttlichen Worts ist eine geistliche Speise, wodurch der ganze Mensch inwendig ernährt wird, auf dass er nicht vergehe und verschmachte in der wilden, öden Wüste dieser Welt, gleichwie diejenigen alle verschmachten müssen, die dieses Brot des göttlichen Worts nicht täglich sammeln zur Sättigung ihrer hungrigen Seelen; denn der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Darum der Mensch auch selig ist, der Lust und Hunger hat zu diesem himmlischen Brot und das eingepflanzte Wort empfängt und bewahrt; denn es wird nach seiner Art zu seiner Zeit hundertfältige Frucht bringen. Der Herr spricht:

»Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommt; sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen; so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich es sende.« (Jes 55,10–11)

Seht, dies ist die Art, Eigenschaft und Wirkung des aus Gottes Wort herrührenden Samens, dass die Menschen durch seine Unvergänglichkeit (nämlich die ewige Dauer des lebendigen Wortes Gottes) erneuert, wiedergeboren, geheiligt und selig gemacht werden; dass sie mit einer gleichen Kraft von oben herab angetan, mit dem heiligen Geist erfüllt und so mit Gott vereinigt und der göttlichen Art und Natur teilhaftig und dem Bilde seines Sohnes gleichförmig werden, der da der Erstling ist unter den Wiedergeborenen; und diejenigen, die nun mit ihm auferstanden sind aus dem Schlaf und Tod der Sünden, dienen ihm fortan nicht im alten Wesen des Buchstabens, sondern im neuen Wesen des Geistes.

Wer nun das rechtschaffene Wesen im Geist, Gemüt und der Natur hat, der hat Christus Jesus angezogen, ist ihm gleich geworden und hat das Bild oder die Gestalt Gottes in sich und ist geistlich gesinnt, wird in seinem Geiste vom Geist Gottes geleitet, von welches geistlichem Leibe geistliche Früchte hervorgebracht werden, die gleich einem Quell des Wassers sein werden, der in das ewige Leben quillt. Denn sie sind wiedergeboren durch das in ihre Herzen gesäte Wort, von Gott gezeugt und aufs Neue geboren, um Früchte für die Ewigkeit zu bringen; daher sind sie als Kinder Gottes dem Vater gleich, eines Gemüts und einer Gesinnung; haben die göttliche Natur ihres Vaters von dem sie geboren sind; dessen Gedanken himmlisch, dessen Wort wahrhaftig, mit Salz gewürzt und dessen Werke gut und heilig sind; denn sie sind heilige Geschirre der Ehren, zu jedem guten Werk nützlich und bereit.

Gleichwie nun Paulus diejenigen, die durch den vergänglichen Samen aus Fleisch und Blut geboren sind, die aus der Erde irdisch, fleischlich, unverständig und blind in göttlichen Sachen, ja, Kinder des Zorns Gottes sind, ermahnt, dass sie dem Leib der Sünden, das ist die Art, Lust und Begierde nach der ersten Geburt im Fleisch, absterben, vernichten, töten und begraben sollen und danach durch Kraft des himmlischen Samens aus dem Schlaf und Tod der Sünden wiedergeboren werden und auferstehen sollen zu einem neuen Leben und Wandel, welches ist die erste Auferstehung, indem er sagt:

»Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.« (Eph 5,14)

So ermahnt auch Paulus alle wiedergeborenen Kinder Gottes, die durch den ewigbleibenden und seligmachenden Samen Gottes in ihrem Sinn und Gemüt verändert, wiedergeboren und auferstanden sind, dass sie nun göttlich, geistlich und himmlisch gesinnt sind und nach himmlischen, unvergänglichen Dingen suchen und begehren sollen und dass ihr Herz nun sein sollte wo ihr Schatz ist, ja, dass auch ihr Wandel ein himmlischer sein sollte, als Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, indem er zu ihnen sagt:

»Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so sucht, was droben ist, da Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, das droben ist, und nicht nach dem, das auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott; wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit.« (Kol 3,1–4)

Hieraus kann man zugleich entnehmen, wie die wiedergeborenen Kinder Gottes mit Christus Jesus von dem Tod auferstanden sind und nun mit Christus Jesus leben und wandeln im himmlischen Wesen, und scheinen der Welt nicht mehr zu leben, denn ihr Leben ist in Gott verborgen, wie Johannes spricht:

»Wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden; wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, dass wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen wie er ist.« (1Joh 3,2)

Mit diesen und dergleichen Worten, die zu viel Raum einnehmen, um niedergeschrieben zu werden, ermahnt die Schrift die rechten Neugeborenen und Neuauferstandenen, dass sie ihre Berufung wahrnehmen und beständig bleiben sollen in einem neuen, gottseligen Wandel; denn so sie Christus teilhaftig geworden sind, sollten sie auch bis ans Ende verharren, auf dass sie nicht durch den Betrug der Sünde und ein arges, dem Unglauben zugeneigtes Herz wiederum von dem lebendigen Gott geschieden werden. Sie sollten beständig bleiben, als die auserwählten Kinder Gottes, um das Reich ihres Vaters zu erben und so in Ewigkeit zu regieren und zu herrschen im himmlischen Wesen über Sünde, Tod, Teufel und Hölle und alle Feinde des Reichs, die sie als streitbare Helden durch Christus überwunden haben; darum werden sie auch mit Christus an dem Tisch des Herrn sitzen und das Brot und den Wein des himmlischen Reiches genießen; gleichwie Christus überwunden hat und sitzt mit seinem Vater in dem Reiche, welches ihnen bereitet ist; in einer wohlgebauten, starken Stadt, frei von aller Sorge von Feinden, voll Ruhe und Frieden, voll Lebens und Freude; denn sie essen dort von dem Baum des Lebens, der mitten in dem Paradies gepflanzt steht; welcher Lustgarten vor den alten, unwiedergeborenen Menschen verschlossen bleibt und vor allen denen, die nach der Art Adams noch irdisch oder fleischlich gesinnt sind, die noch den Schleier oder die Scheidewand, die von Adam herrührt, in Gestalt der Sünde vor ihren Herzen tragen.

Die zuerst Genannten sind diejenigen, welche mit Christus der Sünde gestorben und wahrhaft auferstanden sind; sie sind die Neugeborenen, denen Macht gegeben ist Kinder Gottes zu werden; sie sind erkauft aus allen Zungen, aus allen Nationen und Völkern, haben ihre Kleider zu der Hochzeit des Lammes bereitet; sie haben das Zeichen Thaw an ihren Stirnen empfangen, welches die Knechte Gottes bezeichnet; diese sind die geistliche Braut Christi, seine heilige Gemeinde und sein geistlicher Leib; sind Fleisch von seinem Fleisch und Bein von seinem Gebein; diese sind zu dem himmlischen Jerusalem, der Stadt des lebendigen Gottes, gekommen, die hernieder gestiegen ist vom Himmel; diese sind gekommen zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Versammlung der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes; sie sind Mitbürger im Haushalt Gottes, haben das sterbliche Kleid abgetan und das unsterbliche angelegt; haben den Namen Gottes bekannt, Gottes Gebote und den Glauben bewahrt; sind rechte Schafte Christi, die seine Stimme allein hören und keinen anderen kennen. Sind Erstlinge seiner Schöpfung, haben den Geist und Sinn Christi, verstehen daher auch was des Herrn Wille sei; ja, das auserwählte Geschlecht, das geistliche und königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, das in vorigen Zeiten kein Volk war, nun aber ein Volk Gottes ist, denn Gott hat sich ihrer erbarmt; dieses sind die Seelen der unter dem Altar um des Wortes Gottes willen Hingeschlachteten (Offb 6,9).

Kurz, für diese sind die alten Dinge vergangen, seht es ist alles neu geworden; aber das ist alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnt hat durch Jesus Christus; sie sind es, die mit Palmzweigen in ihren Händen und mit weißen Kleidern angetan vor dem Thron Gottes stehen und sagen:

»Lob und Ehre, und Weisheit und Dank, und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.« (Offb 7,12)

Dieses ist nun eine kurze Unterweisung bezüglich der geistlichen Auferstehung und neuen Geburt und des Unterschiedes zwischen der ersten und der anderen Geburt, zwischen der fleischlichen und geistlichen, zwischen der irdischen und himmlischen; und der Art und Natur des Wesens je nach seiner Geburt und Herkunft in völliger Übereinstimmung mit den Eigenschaften dessen, von welchem es geboren und erschaffen ist; denn der natürliche Mensch ist nicht der geistliche, noch das, was von Fleisch und Blut geboren ist, die geistliche Geburt Gottes vom Himmel, sondern Gleiches bringt Gleiches hervor. Wie die natürlichen Menschen sind, so sind auch die natürlich Geborenen. Gleichwie Gott ist, der ein Geist ist und im Himmel wohnt, desgleichen sind auch die, welche vom Himmel geistlich geboren sind, und sind weit erhaben über die fleischlich und natürlich Geborenen.

Hierin nun, als in einem klaren Spiegel, kann der Mensch sich, vermöge seiner Selbstbeurteilung, beschauen und untersuchen, von welcher Geburt, Art, Gemüt, Wesen und Natur, Leben und Wandel er ist; denn aus diesem kann er mit geringer Mühe sich selber beurteilen und prüfen; weil eines Menschen Wandel, Wort, Gebärde und die Gedanken seines Herzens alle zeigen was er wirklich ist; denn der Mensch kennt sich selber am besten und niemand weiß, was in ihm ist, als allein der Geist, der in ihm ist (1Kor 2,11).

Daher denn diejenigen alle, welche nach einer Prüfung ihrer selbst finden, dass sie nach ihrer ersten Geburt nach dem Fleisch in ihrem Sinn, Verstand, Geist und Gemüt nicht verändert, erneuert und wiedergeboren sind, sondern überall noch fleischlich, irdisch, weltlich und teuflisch gesinnt und aus ihrer angeborenen Art und Wesen geneigt und willig sind zu allem Bösen, die sollten sich vor ihrem Gott demütigen und mit Jeremia sprechen: »Lasst uns unsere Herzen und Hände zu Gott im Himmel erheben und sagen: ›Wir haben gesündigt, Böses vor dir getan und deinen Zorn erweckt;‹« lasst uns weinen und unsere Augen übergehen von der Flut der Tränen; und mit David:

»Kommt, lasst uns anbeten und knieen, und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat,« (Ps 95,6)

und ihn bitten, dass er seiner Hände Werk erfreuen und uns, die er geschaffen hat, erneuern wolle; lasst uns in Demut um seinen Geist flehen, welcher der Werkmeister ist von allem, und sagen: Herr sende deinen Geist aus, so werden sie geschaffen werden, und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Auf diese Weise sollten sie im Gebet verharren und in ihrem Anliegen vor Gott, bis sie von oben mit der Kraft des Geistes angetan und in Geist und Gemüt verwandelt und erneuert werden, bis sie mit Verwunderung sagen: Dies ist die Veränderung bewirkt durch die rechte Hand Gottes, des Allerhöchsten.

Desgleichen sollten auch diejenigen, welche infolge einer Selbstprüfung finden, dass sie von oben, durch die Gnade Gottes, geboren und neue Geschöpfe in Christus und ein Tempel Gottes geworden sind, nach dem Rat der Schrift auf sich selber Acht haben, auf dass, da sie nun gewaschen, gereinigt, wiedergeboren und geheiligt sind, sie sich selber nicht wieder beflecken, noch den Tempel Gottes entheiligen und entweihen; denn wer Gottes Tempel verdirbt, den wird Gott verderben. Sie beten zu Gott, ihrem Vater, im Geiste und in vollem Vertrauen und sagen mit David: »O Gott kräftige uns, und befestige in uns dasjenige, was du in uns gewirkt hast!« Dieses Gebet wird dann in seinem heiligen Tempel nach seiner Verheißung Erhörung finden; denn er ist getreu, der das gute Werk in euren Herzen begonnen hat, er wird es auch vollenden bis zum Tage Jesu Christi. Petrus spricht:

»So wendet allen euren Fleiß daran und reicht dar in eurem Glauben Tugend, und in der Tugend Bescheidenheit, und in der Bescheidenheit Mäßigkeit, und in der Mäßigkeit Geduld, und in der Geduld Gottseligkeit; und in der Gottseligkeit brüderliche Liebe, und in der brüderlichen Liebe allgemeine Liebe; denn wo solches reichlich bei euch ist, wird es euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unsers Herrn Jesu Christi; welcher aber solches nicht hat, der ist blind und tappt mit der Hand und vergisst die Reinigung seiner vorigen Sünden; darum, liebe Brüder, tut desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung fest zu machen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln; und so wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi.« (2Pt 1,5–11)

Der Gott aller Gnaden, der in der letzten Auferstehung seine Auserwählten in seinem ewigen Reich versammeln wird, der wolle uns ein solches Herz, Sinn und Gemüt geben, dass wir durch einen rechten Glauben und Absterben unserer selbst uns selber gänzlich verleugnen; dass wir an dieser ersten Auferstehung, die zuvor erwähnt, einen Anteil erlangen mögen, welche Auferstehung nicht zugleich mit der leiblichen Auferstehung der Toten stattfinden wird, wie es bei der anderen Auferstehung am Jüngsten Tag der Fall sein wird; sondern diese Auferstehung besteht lediglich im Sterben, Töten und Begraben des sündlichen Leibes, durch Ablegen und Absterben des alten Lebens, im Auferstehen und der Erneuerung zu einem neuen, göttlichen Wandel und gottseligen Leben, Amen.

Beschluss

Hier mein guter Leser hast du eine kurze Unterweisung über die erste oder geistliche Auferstehung vom Tode oder dem Schlaf der Sünden; nebst einer Anreizung, zu erwachen und aufzustehen und fortan ein neues, gottseliges, frommes, unsträfliches Leben zu führen, nach dem Vorbilde und Beispiel Jesu Christi, wie die Schrift uns reichlich lehrt, und wie hier teilweise erläutert worden; denn unser Vater im Himmel weist uns auf Christus und sagt: »Dies ist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen habe, ihn sollt ihr hören.« Auch zeugt Mose von ihm, und spricht:

»Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, dir erwecken, aus dir und aus deinen Brüdern, dem sollt ihr gehorchen!« (5Mo 18,15)

»Und es wird geschehen, welche Seele denselben Propheten nicht hören wird, die soll vertilgt werden aus dem Volk!« (Apg 3,23)

So raten und ermahnen wir denn alle Menschen ohne Unterschied ihres Namens, Standes oder ihrer Verhältnisse, dass sie des Herrn Wort aufmerksam untersuchen wollen, welches wir nach unserer einfachen Gabe und kleinem Verstande vorgetragen und erklärt haben; ich hoffe durch des Herrn Gnade, dass ihr darin nichts als die untrügliche Wahrheit Jesu Christi finden werdet, denn wir haben auch hier nicht auf Menschen gewiesen, noch auf Lehre oder Gebote der Menschen, sondern allein auf Christus Jesus und auf sein heiliges Wort, welches er hier auf Erden nachgelassen und gelehrt und mit seinem unschuldigen Tod und teuren Blut versiegelt hat; und welches er nachher durch seine treue Zeugen, seine heiligen Apostel, über den ganzen Erdboden verbreiten und predigen ließ.

Außerdem bemerken wir noch, dass alle Lehren, die mit der Lehre Christi und seiner Apostel nicht übereinstimmen, scheinen sie auch noch so heilig, verbannt und verflucht sind. Denn sein Wort ist die Wahrheit und sein Gebot das ewige Leben; darum ist unsere freundliche Bitte und demütiges Begehren aus innerster Seele, diese unsere kleine Unterweisung von der christlichen Auferstehung und neuen Geburt mit verständigen Herzen zu lesen und mit der Lehre der Apostel zu prüfen und zu erwägen. Stimmt sie nicht mit der ihrigen, so ist sie verflucht, denn

»einen andern Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.« (1Kor 3,11)