31  Ein sehr herzensgründlicher (doch scharfer) Sendbrief an Martin Micron

Als eine ganz notwendige Erwiderung auf seine unmanierlichen Lügen, Verunglimpfungen und unverdienten Beschuldigungen betreffs der Obrigkeit, des Eidschwörens etc., welche er zur so großen Schande des heiligen göttlichen Worts und seiner (Gottes) armen Gemeinde der ganzen Welt zum Lesen übergeben hat; sowie auch zu einem Spiegel für seine verirrte Seele, sich darin recht kennen zu lernen und dass er samt allen unsern beiderseitigen Lesern wissen möge, wie äußerst gottlos er mit seinem Schreiben, beides, gegen Gott und die Menschen, gehandelt hat; auf dass er sich erkenne, Buße tue und selig werde.

Die reine, wahre Erkenntnis Jesu Christi, des Sohnes Gottes in der Wahrheit, einen heilsamen Verstand seines heiligen, göttlichen Wortes, ein neues, bekehrtes und verständiges Herz, eine neue, unparteiische, wahre Hand und Zunge, ein neues, gottseliges, unsträfliches Leben in der Furcht und Liebe Gottes, samt der unverfälschten, reinen und guten Art, Natur, den Früchten und der Salbung des heiligen Geistes, wünsche ich euch, Martin Micron, aus ganzem Grund meines Herzens von demjenigen, welcher der rechte Geber aller guten und vollkommenen Gaben ist, zur Erleuchtung eurer armen Seele, durch Jesum Christum, seinen auserkorenen, lieben Sohn, unsern Herrn und ewigen Seligmacher, Amen.

 31.1  Sendbrief an Martin Micron
 31.2  Eine freundliche Bitte an den Leser