3.45  Verena Landis, um das Jahr 1643.

Eine alte Schwester, Verena Landis genannt, wurde in der Nacht mit einem erschrecklichen Geräusch und Getümmel in ihrem Haus überfallen, wodurch diese Frau so sehr erschreckt wurde, daß sie ohnmächtig, ja, krank wurde, und deshalb den Bütteln nicht folgen konnte.

Als man sie nun nicht fortbringen konnte, musste sie versprechen, daß sie in ihrem Hause gefangen bleiben wollte, welcher Verheißung sie auch nachkam.

Als man aber mit ihr sehr hart umging, und ihr schlechten Unterhalt verschaffte, ist endlich bald darauf der Tod erfolgt; also ist sie mit einer fröhlichen Hoffnung und getrostem Herzen aus diesem Leben geschieden, welche der Herr dermaleinst, weil es um seines Namens willen geschehen ist, mit dem Leben der seligen Ewigkeit krönen und sie vom ewigen Tod befreien wird. Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen, Offb 21,4. Jer. Mang. Buch, Blatt 15, verglichen mit M. Meylis Buch, Blatt 8 A.