2.59  Sicke Schneider, im Jahre 1533.

Um das Jahr 1533 ist ferner ein frommer Held und Nachfolger Jesu, namens Sicke Schneider, gewesen, welcher sich auch nach dem Rate des Heiligen Geistes von der babylonischen Hure und all ihrem falschen, selbsterdichteten und gegen Gott streitenden vermeinten Gottesdienst abgesondert und Christum Jesum wieder angenommen hat, indem er dieses wahren Gesetzgebers unsträflichen Fußstapfen nachzufolgen und seiner in der Heiligen Schrift enthaltenen Stimme allein zu gehorchen gesucht hat. Deshalb hat er sich nach dem Vorbilde und der Ordnung Christi unter den Gehorsam begeben und die christliche Taufe auf seinen Glauben, als das Zeichen eines wiedergeborenen Kindes Gottes nach der Lehre Christi, angenommen, und hat also gesucht, in Gehorsam vor seinem Schöpfer zu leben und zu wandeln; er ist dieserhalb zu Leeuwarden in Friesland in Bande und Gefängnis geraten, und hat von den Widersachern der Wahrheit vieles leiden müssen. Weil er aber durch keine Marter zum Abfall gebracht weiden konnte, so ist er an jenem Orte in großer Standhaftigkeit mit dem Schwerte hingerichtet worden, und hat also den wahren Glauben mit seinem Tode und Blute bezeugt und befestigt. Darum wird er als ein tapferer Streiter Jesu Christi mit allen wahren Überwindern mit weißen glänzenden Kleidern angetan werden und den Segen erblich besitzen.

Von dieser Geschichte siehe, nebst diesem, Menno Simons gegen Gillis Faber, Blatt 98.