2.364  Noch ein Brief von Meister Jelis Mattyß an sein Weib.

Mein herzlich geliebtes, auserwähltes, liebes Weib und Schwester in dem Herrn! Ich wünsche dir viel Kraft und Trost von Gott, dem barmherzigen, lieben Vater, durch den Trost des Heiligen Geistes, womit er alle unterdrückten und bekümmerten Heizen tröstet, welche um seines Zeugnisses willen beschwert sind, wie es denn auch in dieser Zeit mit dir so bestellt ist, daß du sehr bedrängt bist, obgleich du so viel durch den heiligen Geist erlernt hast, daß du wohl weißt, daß solches unsers Herrn und Meisters Wille ist, vor dem wir unsere Knie gebeugt haben, um ihm zu dienen, um ihm in aller Not, Trübsal und Anfechtung getreu zu sein, denn hierzu hat er uns beide erwählt und berufen, damit wir seinen Namen unter Druck und Schmerzen bewahren, und uns diese wenigen Schläge und väterliche Züchtigung nicht missfällig sein möchten, denn dadurch macht er uns zu rechten Erben seines himmlischen Reichs, wenn wir dieselben in Gehorsam und Geduld aufnehmen und darin geübt werden, wozu uns der barmherzige, liebe Vater mit der Kraft seines heiligen Geistes stärken wolle, Amen. Ferner, mein herzlich geliebtes Weib, da ich vermute, daß dein Herz um meinetwillen sehr bekümmert und betrübt ist, und du, wie ich wohl denken kann, noch gern hören und wissen willst, wie es um mich steht, so kann ich es nicht unterlassen, dir mit kurzen Worten zu schreiben, wie es uns ergangen ist. Ich habe dir zwar in unserer letzten Nacht geschrieben (wie ich meinte) und habe den Amtmann gebeten, ob ich noch ein wenig an meine arme betrübte Frau schreiben könnte, was er mir auch bewilligte; aber wir durften nicht wieder hinaufgehen, sondern mussten in der Küche bleiben; auch wollte mir Huyge zwar erlauben zu schreiben, aber er wollte mein Schreiben haben und es dem Amtmanne selbst einhändigen, was derselbe, wie ich vermute, auch getan hat. Dessen ungeachtet hoffe ich, du werdest es noch erhalten. Ferner, mein liebes Schaf, wisse zunächst, daß mein Gemüt noch unverändert ist, und daß ich bereit bin, in Geduld alles zu erwarten, was mir von Gott, dem barmherzigen lieben Vater, durch die, welche der Wahrheit Feinde sind, auferlegt werden wird. Ferner wisse, daß wir noch von keiner Beschwerung des Fleisches gehört haben, denn abends um neun Uhr kam Huyge mit seinem Weib hinauf und sagte: Meister Jelis und Willebort, kommt herab, es ist jemand da, der mit euch reden will; da fingen unsere Weiber, insbesondere Maeyken, an zu schreien und zu weinen. Ich fragte ihn, ob wir nicht wieder hinaufkommen würden, worauf er mir nicht viel Bescheid erteilte; deshalb zog ich sogleich meinen Reiserock aus und zog den alten Oberrock an, gab auch meinem Blute, nämlich dem Kinde, einen Kuss, und setzte meine Mütze ab, und sprach auch mit wenig Worten zu Gott, dem barmherzigen, lieben Vater, daß er es die Tage seines Lebens bewahren wolle, worüber mein Herz ein wenig betrübt war, aber es währte nicht lange. Als ich nun hinunter kam, stand der Statthalter eine Zeitlang da, bis der Amtmann auch kam, welcher mich ansah und sagte: Wohlan, Meister Jelis, die Zeit ist hier, oder dergleichen Worte. Da trat ich ein wenig näher zu ihm, war in meinem Gemüte sehr fröhlich, redete auch freundlich mit ihm und sagte: Mein Herr, ich habe dich acht oder zehn Jahre für einen redlichen Mann gehalten, wie kommt es, daß du uns jetzt überfallen willst? Wir haben ja kein Wort davon gehört.

Da sagte er: Es ist ja noch Zeit genug, es wird noch nicht geschehen, aber macht euch fertig auf morgen um fünf Uhr; da redete ich noch einige Worte mit ihm und sagte: O Mann, Mann, welche große Last bürdest du dir auf, ich wünschte von Herzen, du wärest kein Richter über uns, nicht um unsers Fleisches willen, denn wir sind dazu wohlgemut; ich nahm auch eine Kanne, die daselbst stand und trank ihm einmal zu. Als er nun fort war, fing ich an etwas zu schreiben und schrieb beinahe fünf Stunden lang, da kam er wieder und sagte, die Diener sollten uns wieder hinaufbringen; wie es aber droben auf dem Stadthause ergangen ist, hast du vielleicht gehört. Als wir vom Rathause gingen, schloss man uns beide in eine Kammer, und weil ich gefesselt war, konnte ich dir nicht schreiben. Ferner wisse, daß der Amtmann und der Statthalter den andern Tag, als heute Morgen, uns wieder hinunter entboten haben; sie brachten uns beide in ein Gewölbe, welches sehr dunkel war, indem sie auch das Fenster verstopft hatten, und sagten: Hier müsst ihr bleiben, bis es anders werden wird. Der Statthalter sagte: Wir sind alle sterblich, wir wissen selbst nicht, wann wir sterben müssen. Ich erwiderte: Nicht? Als ich im Gewölbe stand, sah der Amtmann auf mich, aber ich wandte meine Augen gen Himmel und sagte: O Gott, bewahre uns!, oder einige ähnliche Worte.

Es schien, der Amtmann hätte sagen wollen: Ja, das kommt durch euch; doch redete er nicht so viel heraus und ging mit den andern hinweg. Es war aber unser Gott mit dem Troste seines heiligen Geistes nicht weit von uns entfernt und machte mein Herz fröhlich, daß ich anfangen musste ein Lied zu singen.

Nachmittags erlangten wir ein Lichtstümpflein, da fing ich an dieses zu schreiben, hätte es dir auch noch vor der Nacht gern zugesandt, aber ich habe dazu keine Gelegenheit gehabt, nimm es also in Liebe auf.

Ach, mein herzlich geliebtes Schaf, ich vermute, daß unsere Stunde sehr nahe ist, denn es scheint, es werde diese Nacht der Fürst dieser Welt kommen; deshalb bitte ich dich durch die blutigen Wunden unsers lieben Herrn Jesu Christi und um der ewigen Seligkeit deiner Seele willen, du wollest doch mein Beispiel nimmermehr aus deinem Herzen fahren lassen, und wenn mein Kind zu seinem Verstande kommt (welches du, wie ich hoffe, in der Furcht Gottes auferziehen wirst), so halte ihm solches vor und ermahne es darin, und du, meine Geliebteste, vergiss es auch nicht, sondern laß dir mein Blut zum ewigen Testamente und Andenken sein, wie ich dir nach meinem schwachen Vermögen ein Vorbild gewesen bin, wiewohl ich wünschte, daß ich heiliger und unsträflicher vor dir hätte wandeln können; du weißt aber doch, daß ich gesucht habe, nach meinem geringen Vermögen dem Herrn zu gefallen, bin auch nach meiner Schwachheit mit Freimütigkeit auf dem Kreuzwege gewandelt, wie ich auch von dir von Herzen begehre, daß du denselben nicht verlassen wollest. Es ist auch meine väterliche Bitte an dich, du wollest noch mehr Fleiß anwenden, deinen heiligen Ruf und deine Erwählung immer fester zu machen, denn des Herrn Tag ist nicht fern, an welchem er einen jeden nach seinen Werken lohnen wird; dann wird er, mein treues Schaf, die Lauen, Trägen und Unachtsamen finden, welche nun den Namen haben, daß sie Christen seien, jetzt auch die Gefäße tragen, aber das Öl der Liebe und Gerechtigkeit mangelt ihnen darin. Darum, mein Fleisch, mein Blut, bitte ich dich freundlich, du wollest doch ja nicht auf die Lauen, Trägen, Unachtsamen und Furchtsamen sehen, sondern prüfe dich selbst und durchforsche dich selbst täglich, ob du auch richtig im Glauben des Sohnes Gottes wandelst, und wenn du dich selbst so erkennst, so kannst du wohl prüfen und wissen, was dir noch nötig ist abzulegen.

Ach, strebe allezeit nach der Demut, ein demütiges Herz kann sich selbst am besten prüfen und untersuchen, denn es klagt allezeit vor dem Herrn über seine Schwachheit und Kleinheit und ist besorgt, daß es nicht zuletzt in dieser gefährlichen, abscheulichen Zeit durch die vielen subtilen Stricke und Netze zu Schanden werden möchte; darum hat auch ein solches wiedergeborenes Kind Gottes ein herzliches Verlangen nach Hause, und von diesem elenden befleckten Rocke des Fleisches erlöst zu sein, weil es wohl weiß, daß es in großer Gefahr wandelt; es freut sich auch um deswillen, wenn es vom Kreuze Christi hört und ist nicht gesinnt, vor den Gottlosen so leicht zu fliehen, es sei denn, daß es die Not erfordert; aber die Trägen, Lauen, Unachtsamen, die zu Zeiten meinen, sie seien reich genug und daß ihnen nichts mangle, sind zu Zeiten so erblasst und verzagt (so bald sie nämlich etwas davon hören, daß der Gottlose nur einen Bund macht, die Gerechten auszurotten), zu Zeiten ist es auch damit noch nicht genug, sondern sie kommen auch zu ihrem Nächsten (welchem sie ein unverzagtes Herz einsprechen sollten), und machen ihn noch verzagt.

Du aber, mein treues Schaf, sei doch freimütig; um solches bitte ich dich von Herzen; sieh’ doch ja nicht auf die Vorgenannten, noch auf die, welche zu dieser Zeit so treulos vom Herrn weichen, es sei durch das Kreuz, oder durch Verfolgung, oder durch falsche Lehre. Ach, hätten sie sich selbst zuvor täglich untersucht und an himmlischen Dingen einen Geschmack gehabt, so hätten sie sich nicht so leicht verführen lassen, oder vor dem Kreuze sich so sehr gescheut, sondern sie würden von Herzen begierig sein, den Namen ihres Gottes diesem argen und verkehrten Geschlechte zu bekennen und ihren Gott noch von Herzen bitten, daß sie Fremdlinge in dem Lande sein möchten, zum Preise ihres Gottes und zur Erbauung ihres Nächsten.

Ferner, mein herzlich geliebtes, treues, liebes, auserwähltes Weib, deren Seele ich so herzlich liebe wie meine eigene, meine christliche und väterliche Bitte ergeht noch einmal an dich, du wollest doch alle Tage deines Lebens Sorge tragen, dahin zu kommen, wo ich in wenigen Stunden sein werde, damit wir doch in der ewigen Wohnung nicht geschieden sein mögen. Ach, ach, möchte es Gottes heiliger und wohlgefälliger Wille sein, und wäre es möglich, daß ich den Kelch der Bitterkeit für dich trinken möchte, mich dünkt, wenn es auch dreimal wäre, ich wollte es von Herzen gern tun, damit du nur mit erhalten werden möchtest.

Ach, dann würde ich mit einem viel fröhlicheren Herzen meine Reise antreten und wäre nicht besorgt, daß du noch von der Einfalt unsers lieben Herrn Jesu Christi abgezogen werden möchtest; doch bin ich auch unbesorgt, solange du so bleibst, wie ich dich jetzt lasse, denn du hast Angst und Furcht vor dem Urteile der Gottlosen. Darum begehre ich von dir mit Sirach, daß du in all deinem Vorhaben an das gedenkst, was er sagt: Mein Sohn, was du auch tust, so bedenke das Ende, dann wirst du nimmermehr Sünden tun; verstehe, nur solche Sünden, die von dem Reiche Gottes abhalten, denn was deine tägliche Schwachheit und Fehltritte vor deinem Gotte betrifft, so werden dich dieselben nicht verdammen oder ausschließen; darum kommt der heilige Apostel Johannes und sagt: Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei Gott dem Vater, der für uns bittet, welcher Christus Jesus ist, der Hohepriester, der in das Allerheiligste eingegangen ist und ein ewiges Opfer und Versöhnung für sein Volk und Geschlecht getan hat, und zur rechten Hand Gottes, seines Vaters sitzt, als ein Fürsprecher und Fürbitter für unser tägliches Straucheln und für unsere Fehltritte, wie der Apostel sagt. Siehe, mein treues und herzlich geliebtes Schaf, auf diesen Fürsprecher und Advokaten weise ich dich, und nicht auf die verstorbenen Heiligen, wie die blinden Führer dieser Welt tun; darum nimm zu Ihm deine Zuflucht in deiner großen Not, gedenke, daß sein Ohr nicht verstopft ist, daß er nicht dich hören sollte, und daß seine Hand nicht zu kurz ist, um dir nicht helfen zu können; denn er wendet seine Augen auf seine Heiligen, welche er mit seinem eigenen köstlichen Blute so teuer erkauft hat, und merkt auf ihr Schreien, Seufzen und Rufen, denn er nennt sie ja schon selig, die hier weinen und um der Gerechtigkeit willen leiden, zu welchen du in dieser Zeit auch gehörst. Darum, o mein Fleisch, mein Blut, tröste dich mit diesen Verheißungen, darum bitte ich dich, denn diejenigen, welche hier mit Tränen säen, werden dermaleinst wieder mit großen Freuden ernten. Ach darum gedenke nicht, mein weites und liebes Schaf, daß deine Tränen, die du jetzt vergießest, umsonst seien, denn sie sind alle vor das Angesicht des Herrn gekommen. Deshalb gedulde dich noch eine geringe Zeit; darum bitte ich dich auch, denn, ich hoffe, er wird dich nicht lange hier lassen, sondern dich auch vor dem Unglücke hinwegnehmen und zur sichern Ruhe in seine Kammer bringen wie der Prophet Jesaja sagt, weil du nach deinem schwachen Vermögen begehrst, aufrichtig zu wandeln bis ans Ende, wozu dir der barmherzige liebe Vater durch die Hilfe und Kraft seines heiligen Geistes helfen wolle; getreu ist er, er wird es ohne Zweifel wohl tun. Ferner, mein herzlich geliebtes, auserwähltes Weib und Schwester in dem Herrn, weil ich mein väterliches, sorgfältiges Herz noch nicht wohl von dir abziehen kann, sondern gerne aus dem Innersten meiner Seele dich deinem Gotte, nach deiner Schwachheit, in allem vollkommen und untadelhaft darstellen wollte, so ist noch dieses mein demütiges freundliches Begehren, du wollest deinen Nächsten lieben, und allezeit der armen heiligen Hausgenossen Gottes eingedenk sein, wie du bisher noch ein Herz dazu gehabt hast; hierin laß deine Liebe nicht ab-, sondern vielmehr zunehmen; gedenke allezeit der Worte Christi, indem er sagt: Arme habt ihr allezeit bei euch; wie denn auch bekannt ist, daß allezeit Arme unter oder in dem Hause Gottes sind. Gedenke, daß es ein großes angenehmes Werk des Herrn sei; weshalb auch Sirach sagt, daß die Almosen des Mannes seien als ein Beutel mit ihm auf dem Wege, und wird seiner schonen im Urteile; ja, es löscht die Sünden aus und bedeckt die Menge derselben, denn die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht, sagt Jakobus. Darum spare hierin auch keinen Fleiß, wie ich auch zu dir das Vertrauen habe, und wiewohl es nicht nötig ist, dir solches zu schreiben, so hoffe ich doch, es werde dir zum Besten dienen, damit du nach meinem Tode nicht lau werdest. Ferner bitte ich dich noch, mein herzlich geliebtes Schaf, du wollest dich allezeit zu den Frommen halten, damit du in Frömmigkeit und Bescheidenheit zunehmen mögest; sei begierig nach der lauteren unverfälschten Mich, nämlich Gottes Wort zu hören, damit du dadurch aufwachsen und in allen guten Werken zunehmen mögest. Halte dich selbst in der Stille (du weißt, was ich meine), darum bitte ich dich von Herzen, und warte auf den Tag deiner Erlösung, vielleicht ist er nicht ferne. Hiermit will ich meinen Urlaub und ewigen Abschied von dir, meinem Fleische, meinem Blute, nehmen, und bitte dich nochmals demütig um der ewigen Seligkeit deiner Seele und der großen Liebe willen, die du immer je zu mir gehabt hast, du wollest nach meinem Tode meines Schreibens, meiner herzlichen Bitte und Ermahnung, die ich schriftlich und mündlich an dich getan habe, eingedenk sein, und sie nicht bei dir hinlegen als eine tote Geschichte oder Fabel, sondern wollest sie oft als eine zu deiner Gesundheit dienliche Arzneivorschrift benutzen und in dem Kasten deines Herzens zum Andenken bewahren, als einen ewigen Schatz, denn sie wird dir mehr Gewinn und Nutzen einbringen, als viele Stücke feinen Goldes und Silbers. Ach, die Zeit ist sehr nahe, darum will ich mich des Schreibens und aller Dinge entschlagen, und bitte dich aus dem Grunde meines Herzens, wenn du mich und die ewige Seligkeit deiner Seele lieb hast, du wollest nach deinem schwachen Vermögen mein Begehren erfüllen, und weder zur rechten noch zur linken Seite weichen, sei es um des Kreuzes, der Banden, um Gefängnis, oder etwas anders willen, und wenn dich Gott, der barmherzige liebe Vater, würdig macht, um seines Namens willen zu leiden, so fürchte dich doch nicht, denn ich hätte nie gemeint, daß einem, der sich selbst verleugnet, und der ein herzliches Verlangen nach Hause hat, die Bande und die Gefangenschaft so wenig zu schaffen machen könnten; deshalb fürchte sie ja nicht. Nun, mein herzlich geliebtes auserwähltes Schaf und liebe Schwester in dem Herrn, meine Zeit ist erfüllt, die Tage sind verflossen; die Jahre haben ein Ende; ich habe einen guten Kampf gekämpft; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten, sodass meine Feinde, die sich gegen mich gesetzt haben, beschämt worden sind, denn durch meinen Gott habe ich das Feld erhalten, welcher mich von der Löwen Rachen und der Höllen Schlund erlöst hat und mich von allem Argen erlösen, auch mich in seiner Zukunft selig machen, und mir das Land der Verheißung, welches ich durch den Glauben gesehen, und von dessen Früchten ich gegessen habe, zu Teil geben wird, weshalb ich auch darnach ein herzliches Verlangen trage. Ach hilf mir dem barmherzigen lieben Vater danken und ihn loben, daß ich durch die wilde Wüste dieser argen und verkehrten Welt gekommen bin und jetzt vor dem Jordan stehe, durch welchen ich noch gehen muss; vor welchem, wiewohl er etwas fürchterlich anzusehen ist, ich mich doch nicht fürchte, denn ich bin gewiss, daß mir mein Gott beistehen und mich zubereiten wird, daß ich ohne Schaden und glücklich durchkommen werde, denn der, der es mir verheißen hat, ist getreu; er wird mich weder verlassen noch versäumen, sodass ich sagen kann: »Der Herr ist mit mir, ich fürchte mich nicht, was sollte mir ein Mensch tun.« Ich werde abgeholt.