Das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft

Wie wenig das Reich Gottes wirklich unter jenen existiert, die sich wähnen, Mitbürger des Reiches Gottes zu sein, zeigt kein Vers deutlicher wie 1. Kor 4,20:

Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft! 1. Kor 4,20

Das heutige falsche "Reich Gottes" besteht nur noch in Worten aber ohne jegliche Kraft.

Da sie die Kraft von oben scheinbar nicht kennen und haben, bleibt nur der tote Buchstabendienst übrig. Das spiegelt sich auch in allen möglichen Medien wie Videos, Bücher, Konferenzen, Bibelkommentaren und Millionen Seiten mehr wieder. Je weniger Kraft von oben, umso mehr Worte sind notwendig. Man meint, wenn man 1000 mal die Bibel liest, sich sonst wie schlau macht, um 3 Uhr stille Zeit tut, dann wäre man Gott angenehm... Letztlich ist diese fromme Buchstabenreligion nur Zeugnis eines toten Glaubens. Toter Glaube = keine Werke = kraftlos. Damit das nicht so auffällt, gibt es dann die ganzen Prediger und Entertainer in den Gemeinden, welche das Publikum mit lediglich Worten unterhält. (als Kraft-Imitat gibt es dann wortstarke Chöre oder lautstarke Musik oder andere irdische Umtriebe).
Dieses Prinzip kennt man auch aus der Welt: Viele Worte - aber nichts dahinter.

Beim Herrn Jesus, seinen Jüngern bzw. auch den Gemeinden, die die Bibel beschreibt, war das ganz anders. Diese theoretisierten nicht nur, sondern deren Worte waren im Einklang mit deren kraftvollem Handeln.

Sie sprachen nicht nur über Heilungen - sie heilten.
Sie sprachen nicht nur über Dämonenaustreibungen - sie trieben sie aus.
Sie sprachen nicht nur über die Armen - sie halfen ihnen.
Sie sprachen nicht nur über Gemeinschaft - sie hatten sie.
Sie sprachen nicht nur über Gaben des Geistes - sie hatten sie.
Sie sprachen nicht nur über Absonderung - sie sonderten sich ab.
Sie sprachen nicht nur über den Glauben - sie hatten Glauben.
Sie sprachen nicht nur über Liebe - sie liebten sich.
u.v.m.

Heute hat man nichts mehr - spricht aber deshalb umso mehr darüber.

Die leichteste Übung des Menschen ist, den Mund zu bewegen. Das ist keine sonderliche Kunst - schon die kleinen Kinder können dies perfekt. In der Endzeit wähnt sich scheinbar jeder, ein von Gott direkt eingesetzter Prophet und Prediger zu sein, nur weil er sein Mundwerk zu bewegen weis. Hier sieht man, wie diese Reich-Gottes-Simulanten wie die Welt sind: Worte ohne Kraft und Werke aber viel BlaBla. Als geistlich vertrocknete Quelle reden Sie wie ein Wasserfall.

Den ganzen neo-pharisäischen Buchstabendienern sei auch gesagt:

"der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig." 2. Kor 3,6

Umso weniger Heiliger Geist - umso mehr tote Worte müssen gemacht werden. Viele Neo-Pharisäer verstecken sich dann im Bibelgriechisch und meinen, wenn sie etwas verstanden hätten (was meist nicht mal der Fall ist) wäre dieses nun ein großes Werk. Aber ohne praktische Anwendung durch den Heiligen Geist ist das nicht weiter als Fleischesdienst fromm getarnt. Diese wallen ihr Fleisch am biblischen Text auf, aber nicht als Gottesdienst, sondern als götzendienerischer Egotrip - auch das gibt es bei den Kraftlosen. In den Gemeinden/Sekten weiß man freilich um diesen toten Zustand. Damit es aber nicht ganz so auffällt aussieht, wird eben aus Christus ein Anti-Christus, aus dem heiligen Geist der Geist dieser Welt - und es folgen: Menschliche Organisation, Rhetorik, Vereinsmacherei, Liturgie und was das kainsche Fleisch sonst noch so wirkt.

Bei diesen Zuständen muß man vielleicht an den Dienst von Kain denken

Kain opferte ! Ihm war das Opfer scheinbar nicht egal und er wollte auch einen Gottesdienst tun. Er hätte auch sonst etwas machen können, betätigte sich aber trotzdem "geistlich". Kains grundlegender Fehler war sein Unglaube (Hebr 11,4) er war sogar aus dem Bösen und tat böse Werke (1. Joh 3,12).

Ist es möglich, daß heute die meisten (inkl. den "Bibeltreuen") "Christen" Kains-Jünger sind ? Also de facto Ungläubige ?
Die Schlußfolgerung ziehe ich persönlich als Resümee der letzten 10 Jahre was sich aus Kontakten zur Neo-Pharisäischen pseudo-christlichen Szene und den Besuch in einigen Sekten herausdestilliert hat. Der Mensch ist in sich religiös. Muß es verwundern, daß jene dann einer Religion nachgehen ?

Leider können auch die "Besten der Besten" bibeltreuen Buchstabendiener keinen Abel von einem Kain mehr unterscheiden. Lehrt jemand den Islam - das erkennen sie gerade noch so - viel mehr ist aber ohne Geist und Kraft von oben bei denen auch nicht mehr möglich. Sehen jene einen Kain, rufen sie entzückt: "Sei gegrüßt Bruder". Sehen jene einen Abel, so ist er ein Ketzer. Sehen sie viele Kains, gesellen sie sich schein-heilig in ihrem falschen Gottesdienst zusammen und bringen nichtige Opfer. Wenn man 1. Mo 4 liest erkennt man auf den ersten Blick nicht so schnell, was bei Kain eigentlich verkehrt war. So ist es auch mit den heutigen "Christen". Der Schein ist fromm poliert und ein toter Wortschwall definiert die schein-geistliche Aura. Aber es bleiben immer nur tote Worte ohne Kraft.

Der Buchstabe tötet. Ein Buchstaben-Selbstmord sozusagen.

"der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. 2. Kor 3,6

Die ganzen toten und kraftlosen Buchstabendreher sind eigentlich noch im alten Bund. Da hatte der Buchstabe einen von Gott in dieser heilsgeschichtlichen Periode einen ganz besonderen Stellenwert. Diese hatten damals aber auch nicht allgemein den heiligen Geist in sich! Im neuen Bund bekommt jeder echt neu Geborene sofort den heiligen Geist in sich hinein und damit benötigt man primär auch keine großen Buchstaben mehr. Der heilige Geist selbst ist das lebendige Wort in uns.

Mit dem heiligen Geist können die meisten Schein-Christen deshalb nichts anfangen, weil sie ihn weder kennen noch haben. Es bleibt für jene nur der Buchstabenritt und ein Dienst des Todes (2. Kor 3,7) übrig.

Wie wenig das Reich Gottes wirklich existiert zeigt auch:

"Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, dass die Kinder Israels nicht in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte dann nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein?" 2. Kor 3,7-8

... wo ist den bitte die große Herrlichkeit jener Todesdiener ? Außer dem Dienst am Tod mag man alles bei denen erkennen, aber eines sicherlich überhaupt nicht: Herrlichkeit.

"Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit." 2. Kor 3,17

Bei den Todesdienern gibt es im Allgemeinen auch keine echte Freiheit, und wenn ist es eine heuchlerische oder deren Fleisch ist frei gelegt.

Was nun ? Es bleibt das nüchterne Fazit zu ziehen, daß das sogenannten Christentum (auch das "bibeltreue") lediglich ein scheinfrommer Todesdienst ohne Freiheit, Herrlichkeit und vor allem ohne Heiligem Geist ist.

Das ist im Grund nichts neues - das kennt man schon von Kain. Wichtig für echte Heilige ist, daß sie erkennen was Todesdienst oder wo der Dienst des Heiligen Geist herrscht. Das sollte so schwer eigentlich nicht zu erkennen sein. Und wer sich schwer tun sollte:

"Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn." 2. Kor 3,18

Indem man echte Gemeinschaft durch den heiligen Geist (und nicht durch toten Buchstaben) mit Gott dauerhaft übt, wird es leicht sein, Kains und Abels auseinander zu halten uns was viel wichtiger ist, in SEIN Bild verwandelt zu werden.